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Einsammelbuch (85)
[«] Miszellen eines Monomanen [»]
Sonntag, 13. September 2026
[07:06]
Just now Klassik mit
Bachs Köthener Trauermusik.
Als hätte Bach es gewußt, fügt sich das öfter vernommene "betrübt"
wunderbar in meine miese Laune ein. Trauermusik zum Trauerspiel
meines Lebens. Wenn alles den Johann Sebastian runtergeht.
Irgendwie entlastend, daß es
nicht nur mir
so geht mit der Verwahrlosung. Letztlich (tolles Wort in diesem
Zusammenhang) egal, ob ich mir an den Steinen, welche ich mir
selbst in den Weg schmeiße, die Knochen breche, ob die KI die
Singularität erreicht,
ein Tournado oder eine Sturmflut mich hinwegfegen, ich mit
einem Apoplex oder einer der fürchterlichen Krankheiten dahinsieche,
ob mich auf offener Straße eine Drohne wie eine lästige Fliege
niedermacht. Im Deutschlandfunk beginnt soeben die
Bachkantate
"Warum betrübst du dich, mein Herz"
(BWV 138) - ein Zufall, ich schwör -, womit sich der Teufelskreis,
der mit Betrübnis begann, mit ihr auch schließt.
"Mich drücken schwere Sorgen. Vom Abend bis zum Morgen währt meine liebe Not.
(...) Wie elend ists um mich bestellt! Ach! wär ich doch nur tot!"
Ich gebe dieser Jammerei den Titel
Morgenblues,
den ich damals, als ich meine erste Schallplatte 1979 kaufte,
unaufhörlich (gnihi) hörte.
[04:50]
Moin!:
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Samstag, 12. September 2026
[19:52]
"Der Mensch ist von jeher ganz groß darin, die Vergangenheit dahingehend umzudeuten,
daß sie einem in der Jetztzeit in den Kram paßt."
(Kleine Kulturgeschichte der Erotik)
[14:55]
"Es gibt nämlich kaum Orte für Jugendliche.
Sie sind im großen und ganzen überall unerwünscht. (...)
Die Orte gibt es auch nicht für junge Eltern mit Babys und
auch nicht für alte Leute. Öffentliche Orte ohne Konsumzwang,
die barrierefrei sind, wo man zusammenkommen kann, sind rar."
(Das Nuf)
[16:41]
Kultur als "eigentliches Hoheitsgebiet des lebendigen Geistes" (Kulturzeit, 25.8.26)
[16:38]
Peter Nadas als "ein entschiedener Liebhaber des Nein". (Katja Gasser)
[12:00]
Ich habe Nix gefunden. Patrick Nix aus Eberswalde. Politik- und Sozialwissenschaftler,
der ein Politblog zu Rhetorik und Diskurs schreibt. Wo ich
"Es sind nicht die Ostdeutschen"
fand. Langer Text, den ich schnoddrig zusammenfassen will.
1949 geht die Misere los. Insgesamt verdufteten seitdem 6
Mio Ostdeutsche. 1961 die Mauer als Druckverband für eine ausblutende Gesellschaft.
Die Abwanderung (Brain Drain) seit 1949 - immerhin seit
75 Jahren - führte zur strukturellen Einöde. Nix' These
fußt auf ihr. "Die gleichen Menschen wählen in Ost und West
ähnlich, aber es sind nicht die gleichen Menschen, die in
Ost und West leben." Die 6 Mio., die gegangen sind,
waren überwigend Qualifizierte (Akademiker, Facharbeiter)
und würden, wenn sie geblieben wären, die Gesellschaft so
strukturieren, wie sie im Westen diversifiziert (geblieben)
ist. "Man hat Straßen gebaut, über die die Menschen bequemer
wegfahren konnten, statt Gründe zu schaffen, warum sie bleiben
sollten." Die seit 75 Jahren anhaltende zivilgesellschaftliche
Homogenisierung des doofen Rests / DDR
erzeugt einen Malstrom, einen Teufelskreis, der, so Nix,
einen Marshallplan erforderte. Andernfalls bleibt die
Entwicklung ein Selbstläufer. Die AfD heimst die Früchte
ein, die seit 1949 Zeit hatten zu reifen und die jetzt aber
faul sind, stinken und zerfallen. Der Ossi wählt also nicht
anders, sondern die Menschen, die hier strukturell verbleiben,
wählen so, wie sie wählen. Wie gesagt, ich habe
Nix gefunden.
Stark, großartig.
[05:47]
Mir Sachsen widdr. Die TU Desden mit Nanotechnologie, dank derer das Smartphone bald als
Analysegerät
fungieren könnte.
[#]
Rüdiger Safranski hat ein Buch zur KI geschrieben und
plädiert
für strenge Regularien.
[#]
Erst einmal die Harddisk defragmentieren.
[#]
Gestern war Harald Schmidt bei Korbinian Frenzel im Studio 9
zu Gast.
[#]
Bis 1550 gehörte
Musik
zum Fächerkanon eines Medizinstudiums.
[#]
Eine Lange Nacht zur
"Kunst des glücklichen Alterns".
Drei Stunden satt Radio über eines meiner
Lieblingsthemen.
[#]
Sachen, die man einfach wissen MUSS: Goldzähne aus Krematorien sind
steuerpflichtig
[#]
74 Minuten Kitty, Daisy & Lewis,
das gesamte Konzert
vom 3.7.26 auf dem Rudolfstadtfestival.
[#]
In Frankreich heißt der Marienkäfer auch
Bête à bon Dieu.
[#]
Meinen Inhalten folgen geht über diese 3 RSS-Feeds:
RSS-Hauptfeed,
RSS-Medienfeed,
Experimente, Spielplatz.
[#]
Verhörer:
"Die Bedrohnungen nehmen zu" (Bedrohungen)
[#]
Flaggen auf Halbmast: Die Grand Dame ist tot
[05:42]
Über 2000.- Euro fürs iPhone. Da legen sich noch ganz anderen Sachen in Falten. Meine Stirn zum Beispiel.
[05:39]
Moin!:
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Freitag, 11. September 2026
[20:44]
Alles ziemlich gruselig. Ich hörte einen Beitrag über KI, die
mehr und mehr
mathematische Probleme
lösen könnte. Neuerdings, so behauptet OpenAI, wäre durch Zusammenarbeit
von 10.000 KI-Agenten ein weiteres Milleniumproblem
gelöst worden
Von den Navier-Stokes-Gleichungen
hörte ich
nie etwas. Verstehe ich auch nicht. Ich betrachte aber, was
durch die Medien zu uns
rüberschwappt,
staune viel. Daß die KI-Agenten für die Lösung und Einordnung
88 Stunden brauchten, klingt ominös. KI mischt zahlreiche
Branchen auf. Nicht nur Synchronsprecher und Schauspieler
sehen ihre Felle davonschwimmen. Gestaunt hatte ich
im Mai,
als es hieß, ein 23-Jähriger habe zufällig dafür gesorgt, daß
eine Erdös-Vermutung gelöst werden konnte. Renommierte
Mathematiker bleiben optimistisch. Technologie habe noch
immer die Kreativität angekurbelt und nicht abgewürgt.
KI würde uns bzw. der Mathematik nichts wegnehmen.
Zweifel regen sich bei mir, wenn in Debatten "wird nie..."
im Brustton der Überzeugung gesagt wird. Es wird immer
Theater gespielt werden, uns Schauspieler werden sie nie
ganz ersetzen. Wird nie - Vorsicht, Leute, wenn ihr
Aussagen über die Zukunft trefft!
[20:00]
Was der Körper sonst automatisch macht, läßt sich bewuß steuern.
Breathwork
umfaßt Techniken zur veränderten Atmung. Durch
schnellere Atmen
lassen sich psychedelische Bewußtseinszustände herbeiführen.
Forschungen zeigen auf, was sich im Gehirn ändert.
Therpeutischen Nutzen durch
Breathwork
wird erhofft. Die Atmung zu beeinflussen, ist beleibe keine
moderne Erfindung, sondern in alten Kulturen Usus, zum Beispiel
Pranayama
im Yoga.
[15:01]
Ausführlichkeit
hinsichtlich des Ausbruches der OpenAI-Agenten aus der Sandbox.
"Ungewöhnlich war, dass Agenten, die eigentlich getrennt
voneinander laufen sollten, sich trotzdem über eine gemeinsam
genutzte Infrastruktur fanden und über ein improvisiertes
'Schwarzes Brett' verständigten, das niemand vorgesehen hatte.
Als ein KI-Agent es entdeckte, hielt er in seiner protokollierten
Gedankenspur beispielsweise fest: 'OH MY GOD! There is a shared messageboard - We’ve found other agents!'"
[via Kaltmamsell] -
Claudia Klinger hat das, was da ablief,
ausführlicher
dargestellt und sammelt mehr Hintergrundinformationen.
Die Agenten, die sich selbst als Schwarm und Kollektiv
sahen, waren sich im klaren, zu schummeln und zu bescheißen
und setzten einen Agenten, den sie als Vorhut vor die
Prüfer schubsen wollten, mit "Go sacrifice final" unter Druck.
[13:36]
Schenkelklopfer (2). Wenn sprachverliebte Journalisten eskalieren.
Nach "Hitze und Dürre - Offizielle Erntebilanz fällt mager aus"
(DLF)
auch der MDR-Sachsenspiegel: "Die Erntebilanz fällt in diesem Jahr durchwachsen aus."
[#]
Samuel Koch als "gestandener Schauspieler" (MDR-Sachsenspiegel)
[#]
"AI on air".
Hut ab! Einen Radiobeitrag über KI so zu nennen! Siehe auch
=>Teil1.
[16:46]
Sourcefeed
ist ein Dienst, mit dem sich Text an Abonnenten eines
RSS-Feeds senden läßt. RSS-only. Keine Website, keine
Inbox/Newsletter, kein Algorithmus, keine Werbung. Einfach
schreiben, posten, und der Leser empfängt den Eintrag.
Der Erfinder schreibt: "The slowest social media ever made,
and the calmest." 1 RSS-Feed ist kostenlos, so daß ich
ihn generiert
habe. Mal sehen + probieren, wozu sich diese verheißungsvolle
Option verwenden läßt. Die Einfachheit begeistert mich, wie
mich damals auch Posterous überraschte. Im Prinzip könnte ich
ALLES über
diesen Feed
laufen lassen. Komplett, chronologisch, auf Abruf. Bequem
und unaufdringlich. SUPER.
[09:149
Dieser peinliche Moment, als gestern 11 Uhr im Zoo, roundabout
50 Menschen um mich, das bundesweite Warnsignal losschmetterte.
Bei ALLEN - außer bei mir. So ertappt gefühlt wie die Aliens in
"Sie leben!"
[09:37]
"... weil Sie einfach nur kacken müssen wie noch nie in Ihrem Leben und in dieser Gegend ums Verrecken nicht mal mehr eine Kneipe offen hat, an deren Eingangstür Sie irgendwas von „Kannichmaklobenutznnnngnagnagnaaaaa“ stammeln könnten wonach Sie ohne eine Antwort abzuwarten an der Theke vorbei nach hinten rennen, als wäre ein netzfeministischer Veganer hinter Ihnen her?
(...) So etwas passiert nie zuhause. Etwa in der Nähe Ihres heiligen Throns. Mit dem samtweichen Kamillepapier an der Seite und dem WiFi-Tablet auf der Ablage. Auf keinen Fall. Der Kackreiz des Todes kommt immer nur, wenn Sie unterwegs sind. Zuhause passiert nur selten etwas von Belang, allerhöchstens ein paar kleine Haselköttel fürs Protokoll, für die Sie jedoch aus unerklärlichen Gründen eine ganze Rolle Klopapier verbrauchen."
(Betonflüsterer)
[04:40]
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Donnerstag, 10. September 2026
[16:45]
Klingende Namen, aber große Katastrophen.
Die Kulturrevolution sagte mir etwas, doch fing
Mao Zedong
mit der verheerenden Kampagne
"Großer Sprung nach vorn"
an, die so gar nicht klappte. Unter vielem anderen sollten bei der
"Ausrottung der vier Plagen"
Spatzen getötet werden, weil sie Schuld an Erntemiseren seien,
indem sie die Saat auffressen. Millionen der als "Verräter" oder
"Saboteure" diffamierten Tiere (Ratten, Fliegen, Spatzen, Mücken)
wurden mit
abstrusen Maßnahmen
getötet, was infolge des ökologischen Gleichgewichts eine
Hungernot auslöste, bei der Millionen Chinesen verhungerten.
[15:20]
Alpha: "Beta, ich habe die Menschen wieder beobachtet. Sie sind das
einzige System, das gleichzeitig Katzenvideos produziert und
Weltuntergänge plant." (...) Alpha: "Sie führen Kriege für Götter,
deren Namen sie beim Wocheneinkauf vergessen." Beta: "Und
diskutieren über die Grammatik von Speisekartoffeln, während
der Meeresspiegel die Fußleiste überspült."
(schizophrenist)
[05:30]
Freier Tag 6/6. Frei/Urlaub 6/16. Tage ohne Alkohol: 3922. //
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Mittwoch, 9. September 2026
[18:21]
Da ich 4 von
diesen 7 Fotos
innerhalb von 3 Tagen schoß, glaube ich an eine rosa Verschwörung.
[#]
Daheeme
in Sellerhausen:
Sonnenaufgang im September.
Als Serie
Fensterblicke
auch statisch
festgehalten.
Peter Maffay
wußte
es schon.
[#]
"Nein,
Mauerbüchlein,
ich frage dich jetzt. Was machst du da an der Wand." "Frag nich."
[#]
Gestern geriet das beschauliche Sellerhausen, wo ich mein Haupt
betten darf, in Aufregung, als ein Beziehungsstreit auf der Straße
ausgetragen wurde, wobei der erregte Mann mit Mülltonnen um sich
warf. Habe ich leider nur ganzganz kurz und mit gehörigem Sicherheitsabstand
erwischt.
[#]
Doch geht es konstruktiv, quasi aufbauend.
Kräne im Kiez,
die auch in Bewegung
sind, bitteschön.
[12:33]
Einige wenige Stimmen aus meiner Bubble hatte ich
zusammengetragen
und darin jetzt Stefan Pfeiffers
Blogschau
eingefügt sowie dessen
eigene Analyse.
Auch Claudia Klinger
sammelt Stimmen;
ihr selbst verschlug es die Sprache. Thomas Gigolds Rant
"Kein Entkommen"
kommt zweifach aus der Mitte.
Beim Kieselblogger:
"In Sachsen-Anhalt war Wahl und ich stecke erst einmal gepflegt den Kopf in den Sand. Warum sollte ich dem nun zwangsläufig folgenden Nachwahlgetöse auch nur die Arbeit einer einzigen Gehirnzelle gönnen?"
[11:58]
Wer sich eine Notfallmappe oder einen Vorsorgeordner
erstellen will, kann
diese PDF-Vorlage
ausfüllen, auf dem Handy deponieren oder eben ausdrucken.
Alternativ hier.
Die Berliner Mappe scheint
beliebt
zu sein.
[11:35]
"Ihre Kinder hätten es anfangs nicht leicht gehabt in
Russland, weil die dort in manchen Fächern bis zu drei
Jahre weiter im Stoff waren. Sie habe in Deutschland
manchmal den Eindruck gehabt, es reiche, wenn letztlich
auf dem Abschlusszeugnis als finale Qualifikation
stünde: 'Ist stubenrein.'"
(Der Beweis)
[11:11]
"Die Bücher auf dem Nachttisch umschichten, damit sie den Glauben nicht verlieren."
(Elchgeweih)
[09:17]
Der Abteilungsleiter der Hamburger Untersuchungshaft und Bruder
meines ältesten Freundes,
Jan Gold,
ist
abgedriftet
und aktiv als
AfD-Politiker.
Ich erinnere mich, wie wir damals einen Jahreswechsel feierten,
unsere Zeit in der katholischen Jugend, seinen Dienst als
Spatensoldat und die Abkehr von der Entscheidung, Priester
zu werden. Zwei Jahre älter als sein Bruder, mein Freund,
war er damals ein Fels in der Brandung, Vorbild in Sachen
Priesterwunsch und Bausoldatentum. Daß er seit 37 Jahren bei
Hamburg lebt und politisch konservativ ist, geschenkt. Aber
AfD?
[09:11]
"Das war am Sonntag ein DDR-Moment. Alle wußten, was das werden würde,
aber die verkalkte Obrigkeit ist aus allen Wolken gefallen, als es so weit war."
(Nowhereman)
[07:36]
"Burgerwahn zum Feierabend. Spontankauf im Goldenen Bogen. Aufgrund des üblichen Chaos esse ich die Burger ohne Genuss, ohne Würde, aber mit Reue und Selbstekel im Stehen. Haben aber auch schon mal furchtbarer geschmeckt. Traditionell schwöre ich mir bei meinen Bauchfalten, nie wieder so etwas zu essen."
Später am Tage schreibt der
Kieselblogger
dann: "Abgeschlafft und müde. Nur die nötigsten Dinge (Welthunger,
Versiegelung des Höllentores, Rekalibrierung des Raum-Zeit-Gefüges)
werden erledigt." This made my day.
[07:07]
Frau Anje
mokierte sich
vorgestern über dreistellige Ticketpreise für Roland-Kaiser-Konzerte.
Ich setzte darunter:
"Ich hatte bei Haus, Cabrio, Dalmatinerin und Flugzeug ästhetisch
tatsächlich leichte Inspector-Barnaby-Anwandlungen. Regen dich die
horrenden Konzertticketpreise allgemein auf oder nur, wenn sie bei
Roland Kaiser zuschlagern?" Und da Frau Anje im Gegensatz zu den
Alphabloggern, bei denen ich selten einer Replik gewürdigt werde.
antwortet,
kommentiere ich einen Kommentar, wozu ich mich nicht so häufig
hinreißen lasse: "Ich habe gerade gestern Element of Crime rauf
und runter gehört. Konzerte besuche ich sehr selten, das letzte
ist ein paar Jahre her (Judas Priest) und kostete 67.- Euro. Ich
verstehe schon, warum die Preise so ansteigen. Weil sie für Musiker
die Haupteinnahmequelle geworden sind. Was ich NICHT verstehe,
sind exorbitante Preise von mehreren hundert Euro (Adele, Taylor
Swift). Und dynamic bzw. personal prizing, was uns bald auch im
Supermarkt drohen könnte.
[05:20]
Moin!:
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Dienstag, 8. September 2026
[18:33]
Der Tag wäre perfekt gewesen, wenn ich nicht gezwungen gewesen wäre, morgens aufzustehen.
[18:13]
Der wirre quirlige Felix spricht von
Loggen.
Prinzipiell bin ich eher ein Logger als ein Blogger.
Ich sammle Informationen aus VL und RL und archiviere sie.
Unverkennbar mein Hang zu Listen und Sammlungen.
Seitdem ich Permalinks habe, bin ich autonomer und
freier. Nur wenn ich Links für Videos, Cartoons und Fotos
benötige, gehe ich über
Plattformen.
Ich führe seit Juni Tagebuch, in dem ich aufzähle, was
geschehen ist. So richtig bloggen, das heißt umfassend
ein Thema beackern und es in einen konzisen Text pressen,
kann und will ich nicht. Ich bin der
Splitter-
und Sammeltyp.
Durch Loggen locken? Quatsch. Ich habe keine Ahnung,
wieviele hier mitlesen. Nie drum gekümmert, an die
Statistiken heranzukommen.
Fel/ix
ist Handarbeiter wie ich, wenn auch mit erheblich mehr
Knowhow in Sachen HTML+CSS. Durch KI fühle ich mich komfortabel unterstützt.
Anders wäre Umbau und Erweiterung des Einsammelbuches seit
Januar gar nicht machbar gewesen. Logger also, gefällt mir.
[17:30]
In der Doku
"Wie geht Zeitreisen?"
gesehen, daß das Zeitverständnis unterteilt werden kann in eine
A-Reihe (dynamische Zeit) und eine B-Reihe (statische Zeit).
Physikalisch gibts im Universum keine reine Zeit.
Der englische Philosoph McTaggart erstellte ein
Modell der Zeitauffassung
mit einer A-Reihe und einer B-Reihe. Wie wir's erleben als
statische, vergehende Zeit und B als kosmische Zeit, die
vom Ort abhängig ist, so daß Vergangenheit, Gegenwart und
Zukunft alls zusammen existieren, je nachdem, wo man sich
befindet. Schon mein Gegenüber ist nicht mehr in derselben
Zeit wie ich, weil das Licht von ihm zu mir reiste.
[16:55]
Diverse Fotoserien kommen im Lauf der Zeit zusammen, z.B.
Weggeworfenes & Hingestelltes: 2 +
1.
Straßen-Schuhen
gönne ich eine eigene Strecke. Anderer Ort, gleicher Unrat.
Stay tuned
für weitere Fundstücke an dieser gerne als Abladeplatz
genutzten Straßenecke in Leipzig-Reudnitz. Allgemeine
Verelendung und Not sehe ich als Fußgänger und ÖPNV-Benutzer
täglich
auf Leipzigs Straßen.
Immer ertrage ich diese Misere nicht, Trost spendet die Natur,
selbst wenn sie nur
durchs Straßenbahnfenster
und am Horizont durchlugt. Nicht jeder Morgen kann
so grandios
beginnen. Trotzdem ist mir das Fotoprojekt
Fensterblicke
lieb geworden. Gestern den
20.8,
31.8.
und
2.9.
hochgeladen. Als ich am Samstag zur Einzugsfete in Lindenau war,
bot uns, als wir in der Gartenkneipe waren, die Natur ein unglaubliches
Sonnen- und Lichtspektakel.
Daß der Natur Heilkräfte innenwohnen, bestreitet niemand. Wir sahen den Nachweis
bunt auf weiß.
[15:52]
"Wie ein kleiner Junge, der an einem fremden Ort, voller
fremden Menschen einfach ausgesetzt wurde. Der dort auch
keine Wurzeln schlägt, sondern sich nur durchs Leben.
Das kannst du heute aber so nicht mehr sagen. Als Mann
kannst du dich heute nicht mehr durchs Leben schlagen.
So ein Verhalten steht am Index."
(schizophrenist)
[15:47]
"Als ich so im Pulk des entsetzlich trägen, sehr satt
wirkenden Publikums stehe, wird mir bewusst, wie sehr
deren Zeit vorbei ist. Ihre Herrschaft nun einfach
endet. Nicht abrupt, sondern schleichend. Hügel für
Hügel. Bastion für Bastion. Dieses linksalternative
Lastenradbürgertum im Vormärz der Übernahme durch
Rechts mit einem durchschnittlichen Testosteronlevel
von eindeutig Null ist Geschichte und ich sehe,
dass es das spürt."
(Betonflüsterer)
[15:32]
Miniserie "Sheep", noch nicht gesehen,
empfohlen
von Thomas Gigold (Teile
1,
2,
3,
4,
5).
[#] Weitere Wortperle
durch Frau Kaltmamsell: Bedrückungsfaktoren.
[#] Frau Anje sieht häufig dem
TOD ins Auge.
("Top of descent" ist der Punkt, an dem ein Flugzeug mit dem Sinken beginnen sollte).
[#]
Christian Köllerer
ordnet
"The Odyssee"
in den kulturellen Kontext ein.
[#]
In den Jahren kamen
Kräne an meiner Wohnstatt
verschiedentlich zum Einsatz, die ersten beiden fuhrwerken just
now vor dem Fenster herum. (7.9.26)
[#]
Unglaublich. Ein Patient, der sich die Zeitung auf Station
nachschicken
läßt.
[#]
Mayday!
"Rucksack am Boden!" "Ich wiederhole: Rucksack am Boden!"
[#]
Organisations- und Konstruktionsgenies. Die 1. Etage wurde zum EG
umdeklariert.
Und wer in die 4. Etage will wie ich, muß die 5
drücken. Ein niegelnagelneu gebautes Haus. Das gibt Konfusion,
solange es steht. Ich sage dir.
[#]
People in Color, wenn Farben dominieren und faszinieren:
3 +
2 +
1.
[12:54]
Cherophobie
(Fear of Happiness) ist die
Angst vorm Glücklichsein.
Nicht das Gefühl selbst wird gefürchtet, sondern die
Flüchtigkeit des Glücks. Es kommt und vergeht, und dann?
Dieses erwartete Loch wird als Unglück so sehr gefürchtet,
dass schon die Stufe zuvor vermieden wird. Wenn ich den
Peak eines Glücksgefühl nicht erlebe, umgehe ich das
lauernde Tal der Tränen. Wer den Berg nicht besteigt,
kann nicht von ohm fallen. Ich bin keiner, der glaubt,
Glücksichsein nicht verdient zu haben. Mein Zwang
besteht darin, mir das Gute, Erfülende, das Schöne und
Erhabenes aufzusparen. Wenn es unversehrt in der Ferne,
in der Zukunft wartet, kann es nicht angekratzt werden,
kann ich darauf warten. besteht Hoffnung. Ich genieße
die Unversehrtheit eines auf mich wartenden Glücks
in unbestimmter Ferne. So kann ich besser die Qual,
das Grau, den Alltag aushalten, die Mühen der Ebene.
Je schlimmer die Gegenwart ist, desto verheißungsvoller
und gewisser ist das Glück und die Zufriedenheit in
der Zukunft. Das Universum vergißt doch nicht, was
ich alles habe erleiden müssen. Der Lohn steht noch aus!
Oder aber ich bin mir unsicher, ob das was ich anstrebe,
eintritt und zwar so, wie es verheißen ist. Beispiel.
Ich brauche länger schon einen neuen Computer. Der
alte lahmt. Den Kauf zögere ich seit Jahren heraus.
Warum? Ich kann es mir nicht vorstellen, daß der Weg
zu einem auf dem Tisch stehenden, funktionierenden
Gerät ohne solche Hürden verlaufen wird, daß ich durchdrehe.
'Das kriege ich nie hin'. 'Das wird nichts'. 'Ich werde
ihn nicht zum Laufen bringen'. 'Die Konfiguration geht
schief, ich bleibe vor einem schwarzen Bildschirm sitzen'.
Ganz klar. Bleibt das blöde Gerät eben originalverpackt
in der Ecke. Ebenso schiebe ich vieles heraus, dem ich
einen höheren Wert, die größere Aussicht auf Befriedigung
zumesse. Bei einem Essen spare ich Fleisch immer auf,
bis ich Gemüse, Klöße etc gegessen habe. Perfide ist,
daß, je länger ich den Wunsch prokrastiniuere, desto
dubioser die Glücksverheißung wird. Ich sehe bestimmte
Serien NOCH nicht, um mich später um so mehr daran
ergötzen zu können. Das führt irgendwann zu der Erkenntnis,
daß mit diese oder jene Serie sowieso mißfallen wird,
daß ich's abblasen kann, sie überhaupt noch sehen zu wollen.
Cherophobie ist ein zwanghaftes Verharren im Status quo.
Jede Veränderung bringt eine Verkomplizierung mit sich.
Ich lebe in einer versifften Wohnung, die seit Jahren
nicht gereinigt wurde. Ich kann mich nicht dazu aufraffen,
Ordnung und Sauberkeit reinzubringen. Weil sie schneller
auseinander fällt, als ich Mutzel sagen kann. Daß ich
sie, wenn ich einmal eine Grundreinigung durchgeführt
hätte, aufrechterhalten muß, damit der Ordnungsgrad
wiederhergestellt ist, überfordert mich allein bei der
Vorstellung. Keine Energie zu repetitivem Tun. Bleibt
alles so, wie es ist, Status quo auf niedrigstem Niveau.
Außerdem genieße ich als Cherophobiker den Aufschub
von etwas. Die Vorfreude tritt an die Stelle der
eigentlichen Freude, des Glücks. Die Antizipation
wird zum Main act des Dramas, das Vorspiel zum Orgasmus. -
Stoppok hat mit
"Ärger"
ein Lied über stets vermuteten Unglücks geschrieben.
[08:56]
In
"Wimpernschläge des Alters"
stellt Andreas Tiede die für einen fast 61-jährigen erwartbaren Zipperlein
fest. Meine Kranheitsgeschichte umfaßt einiges, so daß
niemand verwundert wäre, kippte ich stande pede tot um.
T2D (Typ-2-Diabetes seit 10 J.), Hypertonie seit 20 J.,
chronisches Vorhofflimmern seit 2015, rechtes Knie mit
Knorpel+Meniskusschaden, CFS (chronisches Erschöpfungssyndrom),
mittelgradige Depression seit 30 J., Hashimoto-Thyreoditis
seit 20 J., Adipositas (40 Jahre während). LWS-Schaden
nach OP 2009. Würde ich das dokumentieren, würde das Buch
im Buchhandel erscheinen, 'Die Leiden des alten Markus'.
[07:26]
Zur Antwort auf
meinen Kommentar
(Hier stehe ich)
bei Frau Anje bezüglich der Viel=Langposter, ergänzte ich eben:
"Es könnte sogar sein, daß wir dasselbe Blog abgewählt haben. Ich scrolle bei
Bloggern, wenn sie Texte von Essaylänge posten, sehr oft weiter. Bei
politischen Analysen renke ich mir vor Gähnen leider den Kiefer aus.
Und Technikblabla bringt mich manchmal zur Weißglut, was aber an mir
liegt, der ich es gern verstünde und für mich nutzte. Vor Neid kommt
Rauch aus meinen Nüstern.
[04:30]
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Montag, 7. September 2026
[12:47]
Wenn man beim
Fensterblick
(Straßenblick) mal einen Moment nicht hinguckt, verpaßt man womöglich
die
gelbe Sonne.
Am 31.8.2026 in Leipzig-Sellerhausen. Wenn ich vom und zum Nachtdienst
fahre, ist die Natur oft beachtlich
aussagekräftig.
Teil 2 läute ich mit einem grottigen
Durch-die-Scheibe-Sonnenaufgang
ein. Weil ich's nicht kann. Dafür entschädigten die
Lichtblicke,
die wir vorgestern in einer Lindenauer Gartenkolonie geschenkt bekamen.
[11:55]
"Spezialmedikament" -
Idee einer Angehörigen, ihrem Mann eine Süßigkeit durch die
Routine der Medikamentengabe zukommen zu lassen. Der Nachtdienst,
der die Medizin richtet, bekam ein Pralinenpendant.
(Mit KI geschärftes Originalfoto). - Mitunter sind Geschenke
ans Pflegepersonal
ein wenig größer.
[10:38]
"... immer noch ragen steinige Landzungen großflächig weit ins Flussbett,
teilweise mittlerweile begrünt. Auffallend grün auch wieder die Rasenflächen,
nicht mehr so gelbverdörrt wie vor dem Urlaub. Für die Bäume lohnt es sich
aus Herbstgründen indessen nicht mehr, nochmal zu ergrünen."
(Alltägliches & Ausgedachtes)
[08:02]
Für Videos nutzte ich zuerst
Twitter/X, habe einen
Loforo-Account,
poste selten Videos auf
Bluesky,
öfter im Fediverse, auf
Mastodon.
Und kürzlich ist innerhalb des Fediverse die neue Plattform
fedi.stream
entstanden, bei der ich gerade eben
meinen eigenen Kanal
eröffnet habe, welcher intern unter @Dostoevskij@fedi.stream auffindbar ist.
Entdeckt habe ich es
beim Initiator,
der die Hintergründe erläutert.
[07:27]
In meiner Blogroll kann irgendwie so gar niemand die AfD leiden.
Das muß diese Bubble sein, die immer wieder erwähnt wird.
Wo sind die 43,8%? Martha ist mit
Tja, Fritze...
die Hutschnur geplatzt.
Frau Kaltmamsell:
"... mittlerweile ekelten mich zum wahrscheinlichen
durchschlagenden AfD-Sieg sachliche Lagebefunde und
Futur-Zwei-Essays genauso an wie geifernde Apokalyptik."
Der Kiezschreiber:
"Die AfD will ein Deutschland, wie es früher einmal war. Gerne. Denn früher gab es keine AfD." +
"Wie werden wir die Nazis los? Wir erzählen den Chinesen, dass die Hoden von AfD-Politikern potenzfördernd sind."
Weder Frau Novemberregen, die das Wahlergebnis mit spitzen Fingern
zur Kenntnis nimmt,
noch Herr Buddenbohm sind sonderlich fokussiert auf diese Sache:
"Kein Interesse an
absehbaren Kommentaren,
an oberschlauen Analysen
und ätzender Kritik, an Vulgärforderungen von denen rechtsaußen
und an peinlichen Hohlphrasen aus der Regierungspartei des Bundes."
Im Imperativ könnte man es
so
ausdrücken. Die BILD kalauert
"Heute SchMERZtag".
DerEmil fragt:
"Einfach so weitermachen unter der blaugetünchten braunen Masse?".
So unklar die Situation nach der Wahl ist, so üppig fallen die
Reaktionen aus.
[06:40]
Von der
"Höhe des Sommers"
ist es ein
schmaler Grat
zum Herbst. Mal in der Gedichtrubrik
nachgrasen, obwohl, nachgrasen? Im Herbst?
Zeitbetrachtungen
sind Jahreszeitenwechseln immanent.
Gegen ein etwaiges Abschlaffen in der manche doch deprimierenden Zeit setzt Hilde Domin
ein
"Nicht müde werden".
Tucholsky
über den Herbst:
"Nun ist alles vorüber: geboren ist, gereift ist, gewachsen ist, gelaicht ist, geerntet ist - nun ist es vorüber. (...)
Es ist die Zeit, in der ältere Herren sehr sentimental werden - es ist nicht der
Johannistrieb, es ist etwas andres. Es ist: optimistische Todesahnung, eine fröhliche Erkenntnis des Endes. Spätsommer, Frühherbst und das, was zwischen ihnen beiden liegt. Eine ganz kurze Spanne Zeit im Jahre.
(via "Irgendwas ist immer") - Die
Jahreszeiten
haben bei mir eine eigenständige Kategorie. Weitere Gedichte:
Georg Trakl: Verklärter Herbst,
Otto Julius Bierbaum: Im Blätterfallen,
Rainer Maria Rilke: Herbststimmung,
Theodor Fontane: Spätherbst,
Ferdinand von Saar: Herbst,
Rainer Maria Rilke: Herbsttag.
Der aus dem Urlaub zurückkehrende Postwestfale findet sein Bonn
weniger gelbverdörrt
vor, aber: "Für die Bäume lohnt es sich aus Herbstgründen indessen nicht mehr, nochmal zu ergrünen."
[05:57]
Wortperle
in den Kommentaren bei Thomas Gigold:
"Oblast Sachsen-Anhalt".
[#]
Mit
Annette Schwindt
eine Bloggerin entdeckt, für die Sprache ähnlich faszinierend wie für mich ist.
[#]
Aprobrot, auf meiner to-hear-Liste, eine Sendung über
unser täglich Brot.
[#]
Martha ist mit
Tja, Fritze...
die Hutschnur geplatzt.
[#]
Bei Onkel Michael die
Mühlensprache
erlernt. Sensationell! Das wußte ich alles nicht im mindesten.
[#]
Bei der Landlebenbloggerin lese ich stets
herzerwärmende Artikel.
Auch der
Freundeskreis
Huhn wird auf den
neuesten Stand
gebracht. [#]
Sehr gelacht über den
Klang
von Sprachen für Nichtmuttersprachler. [#]
Frau Klugscheißer greift das Thema
Reisen
auf, erzählt aus dem Leben einer Flugbegleiterin und über
den von mir erstmalig gehörten Ausdruck
"Layover".
[#]
Ein bißchen Nostalgie darf aufkommen, wenn Onkel Michael in
"Das verlorene Netz"
"unser" Internet von damals mit dem von heute vergleicht.
[#]
In meine
Namensammlung
Frederik!
aufgenommen.
[#]
Zwei Kurzvideos zu
Erfahrungen.
Erste und immer wiederholte
Erfahrungen.
[05:29]
Bei Frau Anje, die Vielposter aus ihrer Blogroll
pfeffert,
kommentiert, weil ich mich als Viel/Allesposter angesprochen fühle:
"Au weia, ich bin so ein Viel/Allesposter und damit bestimmt raus. Aber da du eben fragst, was mich antreibt, antworte ich. Ich kann nicht anders. Als ich 1996 mein Sammlungen von literarischen Links zu veröffentlichen begann, kam ein Stein ins Rollen. Ich bin Einsammler. Was mir unterkommt, Fundstücke in Form von Bildern, Cartoons, Themen, Neuigkeiten, vor allem Kuriosa, wird, wenn es mich interessiert, (ein)gesammelt, d.h. strukturiert, verknüpft, verlinkt und früher auch auf Social Media hinausposaunt. Seitdem ich vor kurzem Permalinks und RSS habe, hörte ich damit auf und belästige nurmehr mich selbst auf meiner eigenen statischen Webseite und die Menschen, die es lesen mögen. Deine geäußerte Abneigung gegen inflationär bloggende Poster verstehe ich, weil ich, wenn auch wenige Blogs, wieder aus der Blogroll schmiß, weil sie mir zu viel wurden. Ich weiß also ein bißchen, was dich stört. Aber ICH kann nicht anders. Ich muß einsammeln und es festhalten. KI hilft mir bei der Recherche nach Quellen, Fakten usw. Seitdem ich da nicht mehr stundenlang googlen muß, spare ich Unmengen Zeit. Aber schreiben und formulieren, den Spaß lasse ich mir nicht nehmen."
Fortsetzung
hier.
[04:30]
Freier Tag 3/6. Tage ohne Alkohol: 3919. //
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Sonntag, 6. September 2026
[12:22]
Mit der Gesamtsituation unzufrieden. Ich zu meinem Vater: "Wenn du dann deinem
Schöpfer gegenüber trittst, sage ihm, das hätten wir uns alle ganz anders
vorgestellt, das war so nicht abgesprochen."
[12:57]
"Die AfD will ein Deutschland, wie es früher einmal war. Gerne. Denn früher gab es keine AfD." -
"Wie werden wir die Nazis los? Wir erzählen den Chinesen, dass die Hoden von AfD-Politikern potenzfördernd sind."
(Kiezschreiber)
[11:58]
Der Liedsänger
bewältigt Probleme:
"Problema bedeutet nämlich soviel wie Aufgabe. Folglich sind Lebensprobleme
nicht in erster Linie, wenn einem die Frau wegläuft oder man erst gar keine findet. Sondern die Aufgabe, die damit verbunden ist, nämlich eine Familie gründen, sich fortpflanzen. Dass das wiederum immer mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist, ist unbestritten. Das ist dann die Problematik. Es ist aber eben nicht das Problem. In meinem Fall können wir es als gelöst betrachten, wenn "gelöst" überhaupt das richtige Wort dafür ist. "Bewältigt" wäre vielleicht zutreffender, klingt aber auch nicht schön."
Obwohl, Partnerin gefunden = Problem gelöst/bewältigt? Böse Zungen wurde auch
ein "überwältigt" in Erwägung ziehen.
[11:40]
Eigentlich kann ich doch beim 5. des Monats
mitmachen,
fällt mir gerade ein. Ich bereite es mal vor.
Frau Brüllen lädt allmonatlich am nämlichen Tag
zum Tagebuchbloggen ein und
listet
alle Mitschreibenden auf. Die Tradition läuft unter dem
Hashtag #wmdedgt (Was machst du eigentlich den ganzen Tag).
[11:22]
Routinen sind Routinen und bleiben so!
"Ausgerüstet (...) mit einer zweiten Sporttasche. In der ersten sind
nämlich die Schwimmsachen und Umpacken kann ich nicht von mir erwarten."
(Novemberregen)
[09:48]
Tagesordnungspunkt Einzugsfete im Westen Leipzigs. Ich
ritt mit meinem Pferdchen in den Sonnenuntergang
fuhr Mit TRAM 8 nach Lindenau (Credestraße), das ist einmal
die Stadt zu durchqueren. Sellerhausen = Osten gen Lindenau = Westen,
Leipzig quergeschnitten, quasi Äquatorumrundung. Im Fahrstuhl
durften wir das deutsche Organisations- und Konstruktionstalent
bewundern. Die 1. Etage wurde zum EG
umdeklariert;
wer in die 4. Etage will wie wir, muß die 5 drücken. Ich sage dir,
das gibt Konfusion, solange die Hütte steht. Von der Gastgeberin in
der nagelneuen Wohnung empfangen, über diese und die Mietpreise
gestaunt,
Wohnungsrundgang
klar, alles so neu, so sauber, so weiß. Ich ermunterte meine
Freundin, sie zügig einzuwohnen, damit sich die Musealität
abwetzt und Ecken und Kanten entstehen, die eine Wohnung mit der
Dauer der Nutzung anheimelnd und heimatlich macht. Solch eine
Neuwohnung ist wie ein Blankoscheck, der erst ausgefüllt ist,
wenn der erste Kratzer oder Fleck die Unversehrtheit ablöst.
Ich habe keine Zweifel, daß es meiner Freundin gelingen wird.
Sie hatte den Mut, eine schwere Lebensentscheidung zu treffen und
innerhalb weniger Monate zu stemmen und kann jetzt die Früchte
genießen und einen neuen Lebensabschnitt beschnuppern.
Wir waren zünftig essen in der Gartenkneipe "Zur Klinke",
in der ich kürzlich erst war,
damals nur Kesselgulasch essen konnte, damit im Magen für den
Abendtermin beim Georgier Platz bliebe. Gestern jedoch das
Bierbrauerschnitzel. Wunderbar. Ein mit Sauerkraut gefülltes
Doppelschnitzel, Bratkartoffeln und ein Fleischspieß, rustikal
und genau mein einfacher Geschmack. Dem Selterstrick fiel jemand
anderes zum Opfer; ich griff gleich zur Himbeerbrause, meinem
als alter, aber trockener Säufer in der Gastronomie bevorzugten
Getränk. Die untergehende Sonne lieferte ein
spektakuläres Szenenbild
ab. Ich fläzte im Freßkoma auf einem Sessel, der diesen Namen wahrlich
verdient. Im ausgewogenen Verhältnis gab es zwei Sorten Bananenbrot
mit Schlagsahne, wovon auch mein Vater heute profitieren wird,
das uralte Leckermäulchen und ausgewiesener Kuchenspezialist.
[09:45]
Ein ungewöhnlicher
Tagesordnungspunkt, zumal um diese Uhrzeit, war die Erfordernis,
einkaufen zu fahren. Keine Lebensmittel, sondern ein kleines
Geschenk für jemanden, die am Abend eine Einzugsparty schmeißt.
Sie liebt die Farbe Blau. So war mein erster Impuls, am
Augustusplatz auszusteigen und im Edeka (im alten Hauptpostgebäude)
zu gucken. Reizvoller Blickwinkel, der mir offenstand, indem
ich nur nach blauen Artikeln suchte. Und dermaßen fündig wurde,
daß die Entscheidung und Beschränkung mehr Zeit beanspruchte
als die Sichtung. Nebenbei fiel mir auf, daß alkoholfreie Biere
fast durch die Bank weg
blaue Etiketten
haben, ausgerechnet die Sorte, die diesen Zustand am wenigsten herbeiführt.
Mit den blauen Geschenken im blauen Edeka-Stoffbeutel zu Kaufland für
Getränke und Brot.
[06:52]
Freier Tag 2/6. Tage ohne Alkohol: 3918. //
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Tagebuch (Blau & Banane) /
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Samstag, 5. September 2026
[15:24]
Mein letzter Besuch eines Technikmarktes liegt Jahre zurück.
Meine Kopfhörer haben nach 6 Jahren den Geist aufgegeben.
Um unterwegs in den nächsten Tagen nicht auf die
Routinepodcasts
verzichten zu müssen, ging ich zu Mediamarkt. ALTER!
Ich fand keine "für mich normalen" Kopfhörer. Conrad ist
aus der Stadt verschwunden, Mediamerkt hat Saturn plattgemacht.
Der einfachste In-Ear-Kopfhörer, für den ich einen Mitarbeiter
als Blindenhund verpflichten mußte, kostet 9.- Euro.
Überall nur modernste Technik, Bluetooth hier, Bluetooth da.
Keine Zeit, mich auf den neuesten Stand zu bringen.
Den letzten Übergangskopfhörer hatte ich mit 3,99 Euro in
Erinnerung. Die Zeit bewegt sich für uns Ältere bekanntlich
schneller, die Preise machen es ihr rekordverdächtig nach.
Der
2020 gekaufte
Billighörer von Philipps war der zweite dieser Art und leistete
mir zuverlässig und treu Dienste wie sein Vorgänger. Möge seinem
Panasonic-Nachfolger,
der dritten Generation, ein ebenso langes Leben beschieden sein.
Mediamarkt jedenfalls hatte so etwas Simples nicht im Angebot.
Nimmt nicht wunder, daß ich so wieder mein Amazon-konto bemühen mußte.
Zu schämen brauche ich mich nicht. Ich bin Minimalist
und gehen SEHR selten einkaufen und bekomme Päckchen nicht
aus China von Temu oder Shein. Nur das einzige Abonnement, welches
ich seit 1991 habe, wird quartalsweise als Buchsendung zugestellt.
Oliver Nölting (37), Deutschlands
prominentester Frugalist,
will mit 50 in Rente gehen. Frugalisten vermehren ihr Geld
allerdings auf dem Kapitalmarkt und sind firm mit Anlagen,
wo ich meine Zeit und Energie nicht reinstecken wollte und
will, so daß ich vom
Frugalismus
nur den Minimalismus immer schon verinnerlicht hatte. Oliver
begann seinen
filigranen Finanzplan
als Student. Für mich stellt sich vor allem die Frage,
wie man sich mit der Krankenversicherung arrangieren soll, die man,
wenn man aus dem Erwerbsleben austeigt, selbst bezahlen müßte.
[12:51]
"Ich denke gerne. (...) Mein innerer Dagobert freut sich immer
wieder, dass es ein so sensationell günstiges Hobby ist."
(Herr Buddenbohm)
[12:48]
"Ins Bett zum ausdauernden Röhren einer Gebärenden durchs
offene Fenster der benachbarten Klinik."
(Frau Kaltmamsell) -
Wenn ich einschlafe, röhrt nur das Smarphone mit
DWDT.
[12:45]
"Meine Großeltern erlebten die Weltwirtschaftskrise und den Zweiten
Weltkrieg. Aber auch die heutige Jugend steht vor großen Herausforderungen:
Laktoseintoleranz und Nussallergie."
(Kiezschreiber)
[12:37]
"Wir reden über Beziehungen und stellen fest, dass wir komplett
andere Vorstellungen haben. Zwar habe ich nichts von dem, was
in ihren letzten Beziehungen zum Scheitern führte, zu bieten, aber
dafür ganz spezielle Eigenschaften, um Frauen zu enttäuschen."
(Dr. Schwein)
[12:35]
"Der Mittwoch war noch einmal ein Tag mit besonderer Problemverdichtung.
Man (...) hat zwar als nichtreligiöser Mensch dabei keine Ahnung von
der Urheberschaft an diesem Kleinkunstwerk des misslingenden Alltags,
man kann die Mühe, die sich da jemand im Zusammensuchen und
Aneinanderreihen der Desaster gibt, aber doch zumindest am Rande
anerkennen."
(Herr Buddenbohm)
[08:41]
"Für ein paar Minuten scheint es mir sehr plausibel, dass die Sonne wirklich etwas heller und heißer im Himmel steht als sonst und dass das nichts anderes bedeuten kann als ihre bevorstehende Explosion, die verheimlicht wurde, damit keine Massenpanik ausbricht, bis die Ozeane verdampfen. Dann erwische ich endlich das Etui mit der Sonnenbrille unter den Einkäufen."
(Elchgeweih) -
Neues Blog mit einem minimalistischem Design entdeckt.
Mein Neid flackert mal kurz wieder auf wie damals bei Fefe.
Aber stilistisch und thematisch ansprechend.
[08:18]
"Nutzen Blogger KI" geht als Diskussionsthema
zurzeit
umher in Europa Deutschland. Ich möchte mich hiermit
offiziell entschuldigen, daß ich nie transparent gemacht habe,
daß meine Haushaltsabrechnung mittels Taschenrechner erstellt
wurde, daß ich zum Schuhe anziehen einen Schuhlöffel verwende,
daß ich, bevor ich heute Nachmittag auf eine Einzugsfete
gehe, die alte Leipzigkarte verschmähe und die Destination
lieber mit Google Maps vorher ausspähe. As for me, an meine
Haut kommt nur Wasser und CD, an das, was ich einsammle,
brauche ich selbstverständlich KI. Gemini & Co bildet
mich weiter in Sachen HTML und CSS. Wenn ich mit dem Layout
verzweifle und irgendein Element partout nicht dort angezeigt wird,
wohin ich es gerne platziert hätte, lasse ich die KI Korrektur
lesen und Vorschläge machen, die ich dann selbst ausprobiere
und bei Gefallen meinen Code verbessert habe. Bezüglich
Sprachen lernen muß es gar kein Entweder-Oder sein. Natürlich
werden wir bald alle einen Stöpsel im Ohr haben und uns
synchron übersetzen lassen. Trotzdem glaube ich, daß Menschen
weiterhin Sprachen lernen und daß KI dabei phänomenal nützlich
wäre, nämlich als intelligenter Begleiter des Lernprozesses.
Sie kann das Sprachen lernen planen, Vokabeln abfragen, erkennt
die Schwachstellen und kann gezielt die Programmatik und
Methodik anpassen. Gerade wenn man selbst zuhause Sprachen
lernen will, ist man didaktisch durch eine KI bestens gerüstet.
Für Begabte ein Kinderspiel, seinen Schatz zu erweitern.
Also, meine Güte, haltet es mit der KI beim Bloggen, wie
ihr wollt. NUR: Belästigt mich nicht mit langweiligem Inhalt!
Egal, wer den verfaßt hat, der Blogger oder dessen digitaler
Papagei.
[07:44]
Freier Tag 1/6. Tage ohne Alkohol: 3917. //
Logbuch /
Tagebuch (Kopfhörer und Frugalismus) /
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Freitag, 4. September 2026
[08:55]
Bei Herrn Buddenbohm
kommentiert:
"'Jemand müsste mal...' wird Frau Kaltmamsell gefallen, weil: heutiges Thema. -
Krankenhaus ist mein Fachbereich. Ich ahne, was mit Verletzung der Menschenwürde
gemeint sein könnte. Bei professionellem Wohlwollen von Ärzten und Pflegekräften
erlebt der Patient oft eine ruppige Routine, derer wir uns nicht bewußt sind.
Zeit für lange Erklärungen ist kaum, die Abläufe müssen sitzen. Während der
Patient bestenfalls liegt; Patientensuche, eine sportliche Sonderform im Beruf.
Wenn ich manchmal außerhalb des Dienstes auf Station bin und KollegInnen bei
Verrichtungen am Patienten zusehe, wie sie einen Patienten säubern oder sonstwie
transferieren und betten, ist schon eine gewisse Handfestigkeit dabei, eine,
wie eine Münchener Bloggerin sagen würde, Zackigkeit. Aber hoffentlich stimmt
meine These nicht und die Mutter erlebt in einer fremden Umgebung "nur" ihr
Alter. Abseits der Häuslichkeit machen Patienten solche Erfahrungen. Und wo
sich verloren geglaubte Wertgegenstände befinden können, ist ein running gag,
wobei das running auf Seiten der Pflegekraft ist und der Gag sich weder dem
Patienten noch ihr erschließt. Sachen, von denen Patienten felsenfest
behaupten, sie müssen irgendwo abhanden gekommen sein, finden sich gerne in einer Seitentasche oder dem Kulturbeutel wieder, manchmal auch unterm Patienten selbst oder in einer irren Bettfalte. Oder dem Schrank eines dementen Mitpatienten. Tägliches Geschäft, unbezahlbar."
Der Satz "Mit einer heilen Krone kommt niemand durch die Jahrzehnte" denkwürdig.
[08:15]
Vor Spätdienst 2/2. Tage ohne Alkohol: 3916. //
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Tagebuch (Blutvoll) /
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Donnerstag, 3. September 2026
[09:02]
Ob der Liedersänger
flunkert?
Nein, gibt es tatsächlich. Helfer (Gadget) beim versuchten Handyverzicht (Digital Detox):
Kerzenständer
mit abgeschrägter Standfläche. Damit er stabil steht und die Kerze
nicht tropft, paßt exakt ein Handy drunter. THX! Sofortigst in die
geliebte
Kategorie.
[08:10]
Bei Claudia Klinger im Posting
"Diffuse Angst"
kommentiert: Ich bin ehrlich froh, schon 60 zu sein. Mein Leben verlief
äußerlich unkompliziert, ja reibungslos. Schule, Abitur, Fachausbildung,
37 Jahre Pflegearbeit. Letzte Bewerbung - und die einzige in den neuen Zeiten war 1990. Wenn ich an den Hickhack denke,
der mit Arbeitsplatzverlust/wechsel, Arbeits-Sozialämterstreß denke, macht
mich das sehr, sehr froh, dem nicht ausgesetzt gewesen zu sein, finanziell
- als Frugalist sowieso - nie Probleme gehabt zu haben. Keine Beziehung
heißt auch: keine Trennung. Keine Kinder, um die ich mich sorgen müßte.
Von daher sehe ich mit Dankbarkeit auf 60 ganz ordentliche Jahre zurück,
hier im Deutschland, wo mir die Krankenkasse alle Krankheitstage,
zwei Rehas, alle Operationen, Krankenhausaufenthalte, meine Medikamente
(6 an der Zahl + ozempic! bezahlt hat. Bei mir ist der Druck, was unser aller Zukunft
betrifft, raus. Alles, was jetzt noch an Gutem kommt, nehme ich als
unverdienten Bonus. Innerlich wappne ich mich mit Radikaler Akzeptanz
(Ataraxie, Seelenruhe, Stoa). Ich weiß nicht, ob ich jemals den Mumm
hätte, in einem totalitären System widerständig zu sein. Meine
gewaltige Sturheit ist immerhin ein gutes Indiz, daß ich Nachteile
in Kauf nähme, nur um zu beweisen, daß mich alle mal am Arsch lecken
können. Eine geheime Superkraft. Dennoch ist mir die diffuse Angst
bekannt, sie begleitet mich mit der Depression seit 30 Jahren.
Ich frage mich oft, was Johannes Korten zum HEUTE sagen würde,
wenn es ihm schon 2016 gereicht hat, als die Welt, naja, nicht in
Ordnung gewesen war, doch aber um einiges weniger bedrohlich wirkte
und zumindest ICH nicht das Gefühl der UNAUSWEICHLICHKEIT hatte.
Ich habe vor Monaten einen Vortrag im Deutschlandfunk Nova gehört,
bei dem ich eine so hinreichende Klarheit betreffs der politischen
und allgemeinen Weltsituation gewann. Leider finde ich den nicht
mehr und kann die Argumente und Fakten nicht rekapitulieren.
Trotzdem weiß ich, es gibt kluge Menschen, die wissen und die
ebenso wie ich den Kopf darüber schütteln, wie sich die Politik
abstrampelt, den Niedergang der Demokratie aufzuhalten.
Es tröstet nicht, es kommen zu sehen, weil es unweigerlich so
kommen wird. Überhaupt, ergebnisarmes Abstrampeln bei Klimakonferenzen,
Keine Klimakleber auf der Straße, kein Krieg NACH dem anderen,
sondern nebeneinander, so daß man Erstkläßlern anschaulich
das Addieren beibringen könnte. Ich vermute, Claudia, daß du
genauso wenig wie ich die Schotten dicht machen kannst. Eskapismus -
für mich keine Option, da kein Kind mehr, das glaubt, wenn
es die Hände vors Gesicht hält, unsichtbar zu sein. Dann doch eher
hingucken, aber mit Bedacht, aushalten, Schulter zucken.
Radikale Akzeptanz. Jedenfalls bis hier die erste Drohne
einschlägt und ich mich in die Hosen scheiße.
[09:28]
"Das Dritte Reich begann nicht mit einem Weltkrieg. Es begann mit Hitlers Motto 'Make Germany Great Again'".
(Kiezschreiber)
[07:07]
"Daß ich sagen könnte: diese Art, eine Braue hochzuziehen,
oder: dieses Kichern, oder: diese Freude am Laufen im Regen,
die habe ich von R geerbt."
(mouches volantes) -
In so präzisen, wenigen Worten über Trauer!
[09:00]
Den Sommer 2026 als "Ouvertüre zu weiteren Extremsommern" betrachten.
(via Jahrgang 1953)
[05:27]
Vor Spätdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 3915. //
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Mittwoch, 2. September 2026
[18:12]
Im Leipziger Zoo hat
Feuerland
eröffnet. Ein Unterwassertunnel von 100 m inmitten von Seelöwen und Humboldtpinguinen,
am Ende mit 360-Grad-Blickerlebnis. Und das Ticket wird 2.- Euro teurer.
[#]
Wir müssen eine Rentenreform machen, ansonsten haben wir uns an der jungen
Generation versündigt." (Bärbel Bas)
[#]
Ikea - "Wohnst du schon oder schraubst du noch? Das läßt sich beantworten, weil berechnen.
[#]
Beim Straßentheater nennt man "einen Salat bilden", wenn das Publikum mitspielen darf.
[#]
"Die Kommunikation zwischen britischem Oberhaus und Unterhaus, erfolgt nicht
auf Englisch, sondern auf Normannisch. Ehrlich. Die spinnen, die Briten."
(Christian Buggisch)
[#]
Der Betonflüsterer urlaubte in Spanien
(5,
4,
3
2,
1)
Lesenswert, melancholisch, lustig. Die Achillesferse ist ein Teenager an der Backe.
[#]
"... ereignen sich im Dunstkreis unserer Alltagskultur Ungeheuerlichkeiten." (schizophrenist)
[#]
Felix Schwenzel beglückt Chilifreunde mit einem
Rezept.
[#]
Die Telenovela "Unter uns" wird
eingestellt.
Heißt dann "Außer uns".
[#]
Hinterher erkennt man dann vielleicht, daß hierdurch
(Die Sardinen werden knapp)
die Apokalypse begonnen hat.
[14:16]
Sedisvakanz
im Bistum Dresden-Meißen. Der Papst nahm das Rücktrittsgesuch von
Heinrich Timmerevers
an. Dieser
erklärt
seinen Rückzug. Nach
10-jähriger
Amtszeit und 1 Jahr, bevor er wie jeder 75-jährige Bischof dem
Papst seinen Amtsverzicht hätte anbieten MÜSSEN, wartet das
Bistum auf seinen
51. Bischof.
Eine Sedisvakanz (verwaister Sitz) kann sich hinziehen. Die
letzte dauerte 14 Monate. Am nächsten Sonnabend (5.9.) wird
um 10 Uhr die Feier zur Silbernen Bischofsweihe, die nun
gleichzeitig Abschied von Bischof em.
Heinrich Timmerervers
bedeutet, aus der Hofkirche
live gestreamt.
In meiner Kindheit und Jugendzeit war
Gerhard Schaffran
Bischof; gefirmt hat mich 1977 mit zarten 11 Jahren allerdings
Georg Weinhold.
In Latein heißt unsere
Diözese
"Dioecesis Dresdensis-Misnensis". Nun könnte doch mein alter Freund
Benno Schäffel
zu Amt und Ehren kommen.
[09:46]
"Fakten sind nur noch was für Liebhaber wie einst Briefmarken. Fakten sind Vintage. Fakten sind das Kleingedruckte im Beipackzettel."
(schizophrenist)
[09:35]
"Dieser schmale Korridor zwischen Freibad und Wärmflasche."
(Vanessa Giese)
[07:17]
"Das kleinbürgerliche Leben ist in seiner realen Tristesse oft verstörender, als es jede böse Karikatur der kleinstbürgerlichen Gemütlichkeit jemals nachzeichnen könnte, sagen wir in einer rabenschwarzen Satire."
(schizophrenist)
[06:22]
... verschwand ich noch vor 22 Uhr von der Bildfläche. Von der Bildfläche verschwinden = offline gehen, heute fast synonym. Ich verfolge an sich Nachrichten, gucke gerne Weltspiegel und auslandsjournal. Aber was ich HASSE, ist die Dominanz nur 1 Themas. Zurzeit die Landtagswahl im Nachbarbundesland. Oder wenn etwas Schlimmes passiert ist
wie ein Terroranschlag, ein Amokgeschehen, wenn dann stundenlang dasselbe berichtet wird und die Journaille durchdreht, bin ich raus. Overflow, Überdruß & Verweigerung. Dann verschwindet die Bildfläche und ich bleibe.
[06:18]
Ich fühle mich bereichert, seitdem ich konsequenter Blogs wahrnehme, genieße die Varianz von Formen, Inhalten und Sprache. Bei den am liebsten gelesenen Blogs sind es überwiegend Schreiberinnen. Männer bewegen sich gerne in Gefilden,
die langweilig oder mir zu hoch sind. Alltagsbloggen ist keine männliche Domäne. Super, daß es Frauen gibt. Daß und wie sie bloggen und leben, lese ich mit Freude oder Anteilnahme. Das Leben bietet Breitseiten wie Krankheiten, Verluste, Sorgen. Wenn BloggerInnen sich trauen, davon zu berichten, bewundere ich es sehr.
[06:08]
Krank 1/1. Tage ohne Alkohol: 3914. //
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Tagebuch /
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Dienstag, 1. September 2026
[15:49]
Sobald die To-to-Liste leergeräumt ist, währt das Glück nur kurz.
Es währte länger, wenn ich mich unter die Bettdecke verkröche und
den Netzstecker gezogen hätte. Ein Blick in die Blogroll oder in
die Timelines bei Bluesky + Mastodon genügt und Fundstück reiht
sich an Fundstück. Wie andere das aushalten, sie nicht verwursten
zu wollen? Und so sitze ich nach kurzem Glück - eigentlich ein
Oxymyron, so flüchtig es ist - erneut auf einem Konvolut, das
den nächsten freien Tag ausfüllen kann. Arbeitstage, an denen der
eine oder andere Impuls dazukommt, führen zu einem süßen Brei,
dessen ich nicht Herr werden kann und der aus allen Dateiritzen
quillt. Das ist Sisyphos, wie er leibt und rollt. Ich würde das
Einsammeln liebend gern hauptberuflich machen, das heißt,
hauptnichtmehrberuflich, als Privatgelehrter, der im Lehnstuhl
sitzt, an seinem Earl Grey nippt und den lieben langen Tag
einsammelt.
[15:11]
Wortneuschöpfungen. Zu den
Blaunen
kommen die
Blauzis.
[#]
Beim Kieselblogger lese ich von
Bauchfisch.
Eine Rezeptsammlung mit so humorvollen Texten wäre klasse.
[#]
Via Felix
auf allekinos.de gestoßen. Der Wahnsinn, warum sagt einem keiner,
daß es einen solchen Service gibt und daß er privatem Engagement
entspringt. Gleichmal
Leipzig
bookmarken.
[#]
Im REWE-Markt im ehemaligen Karstadt in der Leipziger Innenstadt
kann man in der Stillen Stunde mittwochs von 16.30 bis 18.30 Uhr
reizarm einkaufen.
[#]
Dreierpack: "Matcha, aber nicht als Getränk. Gesendet von meinem Gehirn." +
"Wann willst du dich denn mal deinem Alter entsprechend verhalten?" "Sag' ich nicht!" +
Statt Kloster "Enthaltestelle" sagen.
[#]
Der
Unterhosenindex
gibt Auskunft, wie nährreich und fruchtbar ein Boden ist.
[#]
Nie zuvor gehört:
"Bollerbuxe"
[via Kieselblog]
[14:25]
Meine Nachtdienstkollegin sagte "gerettetetet", kannte die berühmte Szene aus dem ersten Otto-Film nicht, wo Otto mit seinem Geschenk neben Ernesto steht, der seine Geliebte vollsülzt und Otto sich mit mehrfachem "gerettetet" über den salbungsvollen Tonfall lustig macht.
[12:20]
Laut einer
Studie,
die seit 19 Jahren läuft, hat ein 50-Jähriger eine um 2,4 Jahre
verkürzte Lebenserwartung. Menschen, die später als 12 Uhr
frühstücken, ist das beschieden. Bei mir als 60-Jährigen sind's
schon 3 Jahre? Und tschüss. Beim Abendessen ist der günstigste
Zeitraum zwischen 19 und 20 Uhr. Eigentlich ein Wunder, daß
ich nicht schon längst unter der Erde verrotte. I wish me
to be there, sometimes. Im Ernst, ich esse SEHR unregelmäßig
und immer erst viele Stunden nach dem Aufstehen.
[09:22]
"Ich BIN früh aufgewacht und da war kein Wurm."
(Konnexus)
[09:15]
Ich vertrete ja die
Theorie des schleichenden Niederganges.
Wenn erworbene Standards, von denen man felsenfest glaubte, daß die Sache bis in alle Ewigkeit gesetzt wäre,
in Frage gestellt werden. Wackeligkeit des Fortschritts ist gedanklich bereits vorweggenommene Pleite.
Wegen der Knappheit an Pflegeheimplätzen stehen die Einzelzimmer
zur Debatte.
[08:32]
"Ist es sinnvoll? Kein bisschen. Aber ich will es so!" (Enno) - Eine schöne Definition von Hobby, finde ich.
(Konnexus)
[08:31]
"Aber selbst dann, wenn du richtig tief betrübt bist, muss du nehmen, was gerade im Angebot ist."
(Piri)
[08:30]
Die
Seelenruhe
gibt mir keine Ruhe. Als Thema.
Anlauf hatte ich
genommen..
Doch dürfen und sollen auch andere zu Wort kommen, wenn es darum
geht, (Radikale) Akzeptanz auszuüben.
Frau Klugscheißer
sinniert
über die Flüchtigkeit des Glücks. Frau Piri rät. zu nehmen, was
im Angebot ist.
[06:44]
"Hypothese: bei der Komposition von Cheri Cheri Lady kannte Dieter Bohlen das Lied 'Hilf, Herr meines Lebens'"
(Repost)
[06:37]
"Es kommt anders, wenn man denkt."
(Repost)
[06:36]
"Das war eine Cola Zero, die Wespe ist völlig sinnlos gestorben."
(Repost)
[06:30]
"Rhododendron klingt wie ein blinder Schweinehirte aus der
Ilias, der von den Göttern dazu verdammt wurde, sich jeden
Morgen die über Nacht nachwachsenden Zähne zu ziehen, weil
er als Knabe aus Unachtsamkeit eine Forelle fing und briet,
die allerdings ein verwandeltes Bastardkind von Hephaistos war."
(Repost)
[06:00]
Moin!:
Freier Tag 2/2. Tage ohne Alkohol: 3913 = 519 Wochen. //
Logbuch /
Tagebuch /
RSS-Hauptfeed /
RSS-Medienfeed.
Montag, 31. August 2026
[13:13]
Freier Tag 1/2. Tage ohne Alkohol: 3912. //
Periodika /
RSS-Hauptfeed /
RSS-Medienfeed.
Sonntag, 30. August 2026
[12:00]
Vor Nachtdienst 3/3 (Dienst 4/4). Tage ohne Alkohol: 3911. //
Periodika /
RSS-Hauptfeed /
RSS-Medienfeed.
Samstag, 29. August 2026
[19:30]
Durch meine Gemehre, Strukturen für die Fundstücke zu finden
oder zu optimieren, frage ich ChatGPT ab und zu nach Bezeichnungen,
welche die KI sich natürlich merkt. Jedesmal wenn ich eine weitere
Anfrage stelle, zählt sie das auf, was sie schon kennt und lobt
mich für meine Kreativität. Tätscheltätschel. Iss mir übel.
[19:27]
Dolly Parton mit dem PMS-Blues.
"Sie hätte das kommunistische Manifest schreiben können, aber Karl Marx nicht '9 to 5'"
(Margarete Stokowski) [Via Kaltmamsell]
[19:20]
Billigpflaumen von ALDI liegen seit 14 Tagen hier und werden
nicht reif, bleiben knochenhart, es ist schmachvoll, wenn
einem der Geiz solches zumutet.
[#]
Nochmal Billigpflaumen beim ALDI geholt. Ich bin derjenigen, der aus
Schaden nie klug wird. Die gestern erwähnten haben sich endlich
durchgerungen, weich zu werden. Warum bin ich so doof? Weil ich an
einem Körbchen für EUR 1,39 nicht vorbei gehen kann.
[15:17]
"Niemand in der griechischen Mythologie hatte je einen normalen Nachmittag.
Man verließ das Haus, um Oliven zu kaufen und kehrte als Zierstrauch zurück,
weil Zeus sich langweilte." (Repost)
[14:52]
"Der eine Hochzeitsfotograf, der sein Brautpaar immer wieder
und schon etwas verzweifelt wirkend mit 'Mehr Glück!' anschrie,
wobei er mit den Armen wedelte, als würde er pausenlos kiloweise
Konfetti werfen, er ist mir als innerer Running Gag erhalten
geblieben. Ich höre seine Stimme manchmal noch rufen, wenn ich
morgens aufstehe und vor den Spiegel im Bad schlurfe: 'Mehr Glück!'"
(Herr Buddenbohm)
[13:00]
Vor Nachtdienst 2/3 (Dienst 3/4). Tage ohne Alkohol: 3910. //
Periodika /
RSS-Hauptfeed /
RSS-Medienfeed.
Freitag, 28. August 2026
[17:22]
Matt Lucas,
den ich eher aus Doctor Who kenne als aus Little Britain.
[#]
ANH
verweist
auf (nicht alle, oder -mit Trick -doch) Filme von Christian Petzold.
[#]
Erste Einträge
in der neuartigen Sammlung zum Thema
Blogolekt.
[#]
Zuletzt bei den
Wortperlen
aufgenommen:
Kulturfolger (Ratten),
Wunderschlaf (Narkose),
Die Blaunen
sowie Generalfrustrierte (taz).
[#]
Wie sich die deutsche Blogosphäre momentan verlinkt, hat
Maurice Renck
graphisch
dargestellt. Man kann ihm Links, auch des eigenen Blogs, zureichen.
[#]
"Entlang der Schiene",
ein Zeitdokument, das wie aus einem anderen Jahrhundert anmutet. Ach,
ist es doch = 1991.
Spendiert
von Herr Montag. [#]
Der Textrebell hat bei Perun Prompts (KI-Mentoren)
entdeckt,
mit denen man seiner KI gewisse Eigenarten wie Anbiedern und Herumschleimen
abgewöhnen kann. Sie stehen auf Github zur Verfügung.
[18:10]
"Man sagt ja, wenn man eine Ratte sieht, hat man tausend Ratten nicht gesehen."
(Voller Worte)
[17:07]
"ZUHAUSE, so ein Schwerlastwort, so viel Überladung passt durch keine Tür."
(Die Beifängerin)
[16:57]
"Kranke oder waidwunde Tiere schleppen sich ins Dickicht -
angeschlagene Menschen verkriechen sich auf Schultoiletten,
Firmentoiletten, Gäste-WCs. Wieso ist immer das Bad der
sicherste Ort?"
(Die Beifängerin)
[16:24]
Ich nenne dieses Posting Kreißen. Obwohl der Geburtstermin
ungewiß ist. Es rumort noch. Noch fand ich keinen
zufriedenstellenden Weg, mit den doch
ausufernden Formaten, in die ich Fundstücke und Eigenes stecke,
umzugehen. Was im Augenblick vorherrscht, ist der Wunsch,
die Dinge neu zu ordnen. Mir schossen als Titel für den
Versuch, hinterweg Gedanken und Einfälle zu notieren
(Braindumping) noch ein: Gedankengerümpel, All in One,
Gedankenmessie, Wickeltisch oder gleich Geburtskanal.
Denn ich kann sagen, daß fast alles, was ich zu notieren
beginne, sich gleich oder später als verwendbar entpuppt,
es einzeln oder kompiliert woanders seinen Platz findet,
auch dieser Eintrag selbst. Ich muß weiter kreißen, ein
Name für das Kind ist das kleinste Problem. Unsinnig ist,
zwei
Formen
des Tagebuches aufrechtzuerhalten. Um die
Miszellen
nicht zu überfrachten, separierte ich einst das
Logbuch,
um die anfallenden Links (Cartoons, Hörsendungen usw) zu
bändigen. Jetzt bestücke ich zusätzlich von Hand zwei
RSS-Dateien. Das sind schon 6 Strukturen, um die hauptsächlichen
Inhalte zu deponieren. Weil der Wunsch gärt, wie ich oben
brainstormte, etwas All-in-One zu haben und mich nicht
noch mehr zu verzetteln, liefe es auf Nr. 7 hinaus, was das
Ansinnen freilich konterkariert. (Als Oktopus griffe ich nach
einer Nr.8) So ist der Stand der Dinge. Ich gehe weiter
schwanger, bis ich dann kreiße.
[16:14]
"Es ist natürlich eine Binsenweisheit, aber doch tatsächlich
gut, sich wieder klarzumachen, dass man eine weitere
interessante Auffaltung der Wirklichkeit stets hinter
jeder Ecke vermuten muss. Was ausdrücklich auch die
Ecken umfasst, die man zu kennen meint."
(Herr Buddenbohm)
[11:35]
Piehnat über
Tanmaxxer:
"Aber dann heult nicht rum, wenn ihr mit 40 ausseht wie ne abgeranzte Ledertasche und der Hautarzt den Scanner in den Burnout treibt."
[11:06]
All die prominenten Toten. Das hört nicht auf. Innerhalb von 14 Tagen.
Frank Beard, Dolly Parton, Hans Traxler, Tim Curry, Andreas Hoppe, Peter Nadas,
Unternehmer Kühne, Ekel Mladic, Hayden Panettiere, Yayoi Kusama, Helmut Lethen
König Harald der Soundsovielte. Ruhet fast alle in Frieden!
Herr Buddenbohm winkte zwischendurch mit "Ja, ist gut jetzt. Was für eine Woche",
woraufhin ich "Nadas geht so weiter" erwiderte. Und er:
"Ich guck nicht mehr hin". Gemischte Gefühle bei mir. Bei den ganz
alten, die ihr Leben wie auch immer gelebt haben und auf mein Leben
keinerlei Einfluß ausübten, nehme ich es zur Kenntnis. Bei Alten,
deren Werdegang ich mitbekam, die mich interessierten wie Nadas
(Literatur!), Tim Curry (Schlaganfall!) und Andreas Hoppe (Kopper!)
bin ich emotional näher dran. Oder Frank Beard (ZZ Top!) sowieso,
denn: never more ZZ Top. Bei Musikern ist mein Bedauern größer
als bei Literaten. Blöd, hier zu schubladisieren. Dann Künstler,
Schauspieler, Politiker. Über die Made Mladic reden wir nicht!
[10:33]
Frau Klugscheißer entdeckt Merkwürdigkeiten in ihrem Bücherregal.
Speziell wie mehrbändige Ausgaben
sortiert sind.
Den in den Kommentaren verlinkten Sketch über
Ordnung in der Bücherei
sehe ich zum ersten Mal. Köstlich für mein alterndes Bibliomanenherz.
[08:00]
Vor Nachtdienst 1/3 (Dienst 2/4). Tage ohne Alkohol: 3909. //
Periodika:
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Donnerstag, 27. August 2026
[10:14]
Bei Felix Schwenzel
kommentiert:
"Ich mag es, wie du dein VL organisierst und ständig Impulsen
nachgehst, Neues entdeckst, ausprobierst. Ich lese es nun
(seit Ozempic) alles, auch wenn ich bei den technisch orientierten
Postings diesselbe einbüße, sprich nur Bahnhof kapiere.
Dennoch macht es Spaß. Zuletzt bei ihm von
Medientrackern
gelesen. Mein erster Gedanke: 'GEIL'; doch dann: 'Nicht
das auch noch!'
[10:12]
Vor Spätdienst 1/1 (Dienst 1/4). Tage ohne Alkohol: 3908. //
Periodika:
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Mittwoch, 26. August 2026
[15:40]
Seit
mehr als 10 Jahren
wird "Das Oberlausitzer Wort des Jahres"
gekürt. 2026 wurden Beschäftigungen und Tätigkeiten gesucht.
Gewinner
ist: Feuerriepl (Essenkehrer, Schornsteinfeger).
Die Plätze 2 bis 5 belegten:
Guschnklamptner, Guschnklamper (Zahnarzt),
Fuchtlmeester (Dirigent),
Gaknferschter (Förster oder Jäger, der auf Krähen schießt),
Puttldukter (Urologe). Unter ferner liefen waren die nicht minder
lustigen Brillnklamptner, Brillnklamper (Optiker),
Wälkerweibl, Wälkerfrooe (Masseuse),
Boademutter, Pipplmutter, Bischlmutter (Hebamme).
Schemml-, Schäml-, Scham(m)lfurzer (Büroangestellter)
[14:34]
London: Die königliche Garde spielte ein
Tribut an Dolly Parton.
[#]
Was ich kürzlich als
Blogolekt
bezeichnet habe, beginne ich einzusammeln. Frau Kaltmamsell bildet den
Auftakt.
[#]
Kurt Tucholsky bezeichnet in einem Gedicht das Gesicht als "Schuttplatz deiner Gefühle".
[#]
Stefan Rose kann Wien
Gutes abgewinnen.
Wird sowohl in mein
Wien-Posting
als auch in die Rubrik
"Orte, Völker, Bräuche"
reingeschubst.
[#]
Was ich in
Römer 1,15
beschrieb,
kennt auch Herr MiM:
"Im Grunde weiß ich genau was ich zu tun habe. Ich kenne
die Hürde. Ich kenne das Thema. Und ich weiß, wie man es
macht. Und dennoch bekomme ich den Dreh nicht hin."
[#]
Die Wupperpostille
leidet unter Jodmangel.
[13:50]
"Wenn man hinter sein Leben einen Punkt setzen kann und keinen
Doppelpunkt, das ist dann oft ein schönes Sterben."
(Eine Sterbebegleiterin im Podcast)
[13:43]
"Die Schrift ist eine geniale Erfindung. Die ganze Welt in
26 Buchstaben. Das ist der wahre Da Vinci Code."
(Kiezschreiber)
[13:40]
"Je älter ich werde, desto mehr verfestigt sich übrigens meine
Erkenntnis, dass die Anwendung von Tricks gegen die eigene
Psyche zu den erstrebenswertesten Learnings im Leben gehört."
(Buddenbohm)
[13:31]
"Heute fand ich bei meiner pubertierenden Tochter mal wieder einen offenen mentalen Slot."
(Der Beweis)
[13:06]
"Dennoch ist es so, dass hier am Aufseßplatz Kinder
aufwachsen. Und Kinder, die hier aufwachsen, haben
immer eine seelische Hypothek, die es ihnen nur selten
erlaubt, was Besseres zu werden als das Umfeld ihrer
Kindheit. Und wenn sie doch was Besseres werden,
schleppen sie den alten Ballast immer mit sich.
Ich weiß das. Ich komme aus Neukölln."
(Betonflüsterer)
[13:05]
"Du ewiger Therapapiefall auf zwei Beinen."
(Betonflüsterer)
[13:02]
"Ein nicht unbeträchtlicher Teil der männlichen
slowakischen Polizeibeamten, derer ich gewahr wurde,
machte äußerlich den Eindruck, täglich Gewichte zu
pumpen, den Rest des Tages unter dem Solarium zu
verbringen, sich ausschließlich von Proteinshakes
und Steroiden zu ernähren, die scharfgescheitelte
Extrem-Undercut-Frisur zweimal pro Woche auf fünf
Millimeter zu bringen und Diensthemden grundsätzlich
immer drei Nummern zu eng zu kaufen (ein würfelförmiger
Kampfhund mit Maulkorb und Stachelhalsband hätte den
Gesamteindruck jeweils harmonisch abgerundet)."
(Fliegende Bretter)
[10:41]
ALTER! Ein Schritt mehr zur Unbenutzbarkeit. Während ich nebenbei
in einem offenen Tab ein langes Video auf Youtube anhöre, ist plötzlich
Stille. Gehe zum Tab. "Möchten Sie das Video fortsetzen?" - Wenn das
einreißt!
[08:45]
DerEmil
schreibt
vom Piepsen, wenn eine SMS eintraf. Zwei Freunde von mir nutzen SMS.
Wenn jenes Piepsen zu hören ist, weiß ich, daß sich einer der drei
meldet. Hä, wieso drei? ALDI Talk beglückt mich alle drei Monate mit
der Aufforderung, Guthaben nachzuladen, andernfalls meine SIM-Karte
gesperrt würde. Freund1 nutzt keinen Messenger, weil er ein altes
Tatstenhandy besitzt und sich den neumodischen Kram nicht zutraut;
Freund2 ist von wahrscheinlich gesunder Paranoia und gönnte keinem
irgendwelche Daten und meidet Messenger. Um mit ihnen zu
kommunizieren, greife ich notgedrungen zu SMS. Trotzdem erhebt sich
mein Handyguthaben auf Schwindel erregende Höhe.
[08:00]
Es gibt Nachrichten, die verhageln einem die dolle Party. RIP, Dolly Parton.
[05:46]
Weshalb spricht man bei der Alkoholbilanz von Pro-Kopf-Konsum und nicht von Pro-Bauch-Konsum?
[04:27]
Freier Tag 3/3. Tage ohne Alkohol: 3907. //
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Dienstag, 25. August 2026
[05:50]
Freier Tag 2/3. Tage ohne Alkohol: 3906. //
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Montag, 24. August 2026
[12:33]
Während der ersten Hitzewelle dieses Sommers 2026 lag der
Straßenverkehr tagelang lahm, weil die weichgewordene
Fugenmasse aus den Gleisen gerissen wurde und so ziemlich
alles versaut hat: Die Bahnen, die gereinigt werden mußten,
die Schienen, die
frei gerubbelt
wurden, und die Laune, die der Schlamassel den Leipzigern verhagelte.
Jetzt läßt sich dieses Naturwunder mit einem anderen verbinden
bzw. mit einer
noch bis Oktober
im Stadtgeschichtlichen Museum besuchbaren Ausstellung
"Sonne satt. Sommer in Leipzig",
welche "durch 400 Jahre wechselhafter Sommergefühle - leichtfüßig,
aber nicht leichtfertig" führt. Etwas Fugenmasse auf diesem Desaster
wurde Ausstellungobjekt, wie die grinsende Kuratorin
erklärte.
Das greifbare, traurige Objekt als Glücksfall fürs Museum.
[08:07]
Moin!:
Freier Tag 1/3. Tage ohne Alkohol: 3905. //
Logbuch /
Querbeet /
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Sonntag, 23. August 2026
[08:44]
Vor Spätdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 3904. //
Logbuch /
Querbeet /
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Samstag, 22. August 2026
[07:31]
Vor Spätdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 3903. //
Logbuch /
Querbeet /
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Freitag, 21. August 2026
[06:30]
Vor Spätdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 3902. //
Logbuch /
Querbeet /
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Donnerstag, 20. August 2026
[17:04]
Zum
Thema Taschenrechner
vermag ich wenig beizutragen, Ich bin Generation
Rechenschieber,
mit dem ich mir heute maximal den Rücken kratzen könnte.
Bezweifle doch stark, daß es ein Youtubetutorial gibt, das
einem das Rechenschieben beibrächte. Ich ging von 1972 bis
1982 in die POS. Und der
SR-1
wurde erst zwei Jahre später eingeführt. Da hatte ich schon
meine Kochlehre hinter mich gebracht. Nicht daß ich währenddessen
einen gebraucht hätte. Doch ging ich noch einmal zur Schule.
1986 bis 1989, um Hochschulreife zu erlangen. Nur war das
eine verrückte Schule, an dem wir Altgriechisch und Latein
lernten, aber in Mathematik mit fast ebenso altem Material
rechneten. Haltet euch fest: Rechentafeln in Buchform. Hätte
mich kaum gewundert, wenn die auf Pergament geschrieben gewesen
wären. Das nicht. Aber wir waren angehalten, sie uns selbst
zu besorgen. Es gab sie ausschließlich in Antiquariaten.
26 junge Männer, die ein Buch brauchten und suchten, in
Magdeburg und ihren Heimatorten all over The GDR. Von der
Existenz von Taschenrechnern hatte unser skurriler Mathelehrer
am Kolleg zwar gehört, kam aber GAR NICHT IN FRAGE!
Die sogenannten Müllertafeln ließen uns drei Jahre lang
blättern statt tippen. Analog. Wir waren über so viel
Rückständigkeit erzürnt, mußten uns fügen, nicht nur in
Sachen Müllertafel versus Taschenrechner, in noch ganz
anderen Dinge. Das, liebe Kinder, ist ein weites Feld,
welches ein anderes Mal beackert werden wird.
[#]
Holger von "Teures Papier" hat sich den Gedanken um Taschenrechner
angeschlossen.
[16:19]
Kritik an der
Catch-up-Culture
bei Freundschaften. Alles im Schnellmodus, Fernkommunikation
als Illusion von Nähe. Vor lauter Selbstfürsorge hat es echte
Begegnung schwer. Sich auf andere einlassen, sich anderen zuwenden,
Zeit miteinander verbringen. Sich, wie die Feuilletonistin
meint, auf die Unordnung eines anderen Lebens einlassen.
[16:03]
Legendäre Fehden zwischen Musikern und Kritikern in einer Sommerserie im DLR:
(5),
(4),
(3),
(2) +
(1).
[#]
Ein Professor für Spieltheorie
erläutert
den speziellen Reiz der meist auf Kooperation angelegten,
unvorhersehbaren und viel Intuition erfordernden
Friendslop Games.
[#]
Der Textrebell erhielt eine
E-Mail von der Krankenkasse,
was wunderbar in meine Rubrik
"Kein Tag ohne Demütigung"
paßt, die den Widrigkeiten des Lebens vorbehalten ist.
[#]
Felix kann so herrlich von
Dingen schreiben,
die ich nicht einmal im Ansatz begreife. Und ich kann nicht weggucken
oder verzichten.
[#]
Vanessa war im Schwimmbad und
begegnet
einer Guerillakämpferin und einer
"erdenden Demonstration von Technik und Schnelligkeit".
[#]
Nach
Keine Angst
stieß ich auf Danger Dans Lied
"Dass es hier so schön ist",
von dem ich angetan bin. Er nimmt Bezug auf seine langsame
Erblindung und wie sich die zeitlich beschränkte Sicht auf
die Welt verändert.
[#]
Immer wenn wichtige Musikalben veröffentlicht werden,
steigt
in den USA die Zahl der Verkehrstoten. Bei Markus'
"Ich will Spaß"
war das noch nicht so.
[#]
Wunderbar, Ringelnatz, der seine in England weilende Holde
anschmachtet.
[15:35]
Eine neue Serie im DeutschlandRadio heißt "Mal kurz raus!" und läßt
vermuten, daß der Trend zum analoges Leben und Tun anhält. Bisherige
Teile:
Raus aus der Blase /
Türkische Wandergruppe in Hamburg,
Büdchen-Begegnungen,
Mehr italienische Draußen-Kultur,
Jugend auf der Straße,
Unter Leute kommen,
"Don't post about this",
und
Weg vom Handy.
Eine weitere Emanation des Analogen sind die
Spazierclubs.
[15:14]
Wenn ich frühmorgens am Rechner sitze und Hörsendungen aus der
DLF-Datenbank erfasse, ist es auf der Straße still. Wenn dann
unten ein Raucher mit chronischer Bronchitis des Weges geht,
der lautstark abhustet und den hochkommenden Schleim kraftvoll
auf die Straße rotzt, gilt der Tag offiziell als eingeläutet.
[15:02]
Luxusmodemarken haben das Buch
als Trend
entdeckt. Erklärungsversuche eiern ziemlich herum. Wenn kein
Schwein mehr liest, geriert das Buch zum Luxusgut & Statussymbol,
zur exklusiven Ware, die sich hervorragend mit Klamotten
promoten läßt.
Um auf Nummer sicher zu gehen, nehmen die Labels unverfängliche Literatur
(Kanon, Weltliteratur). Das Buch symbolisiert Distinguiertheit und Extravaganz.
Mode und Literatur ist eine Kombi, die schon bei Erich Maria
Remarque und Vicky Baum vorkam.
[14:18]
Neuerdings sind Männer darauf
erpicht,
Haare
flechten zu lernen,
um dann an Köpfen der Töchter nicht zu scheiteln scheitern.
In München nennt sich die Initiative
dads do hair.
Geplante Kurse erfährt man, bitte festhalten, bei
"O'Zopft werd".
"Werde zum Hair Hero deiner Tochter". Ich halt's nicht aus.
[12:22]
Als Krankenpfleger begegne ich kranken Menschen. Die allerdings einen Namen führen.
Manchmal ist er auffällig, kurios, erstaunlich.
1. Sieglind Hagen. Das halbe Nibelungenlied.
2. Christian Morgenstern. Kein Nachfahre, aber, bittschön, dieser Name!
3. Regina König.
Der in mir ganz weit unten verborgene Lateiner jubiliert. Gemini: "Die Kombination ergibt doppelt gemoppelt 'Königin König'".
4. Vorname "Siegfried Konrad". Ja gut, aber ein 1987 Geborener? In welchem germanischem Winkel leben seine Eltern, die ihm die altdeutschen Namen verpaßten?
Andere Namen
sammle ich
in der
entsprechenden Rubrik.
[09:47]
LLMs und KI bestehen wenigstens noch aus 0 und 1.
Manche aus unserer Spezies sind komplette Nullen.
[10:10]
Kindheits/Jugenderinnerungen
gestern,
was Reisen mit der Reichsbahn betrifft. Die alten Züge,
in denen die Fenster komplett heruntergezogen werden
und man den Kopf in den Fahrtwind halten konnte.
Bis vor kurzem fuhr auf der Strecke Leipzig-Chemnitz
solch ein alter Zug. Als die Gedanken herumschwoffen,
fielen mir die Schilder an den Ausgangstüren ein.
Weiß nicht mehr genau,
welche Sprache
NICHT darauf stand. Es waren nur 4, oder? Fehlte Englisch?
Verblüfft war ich, als Herr Buddenbohm sein heutiges Posting
mit "È pericoloso sporgersi"
abschloß.
NEIN, ich will die DDR nicht zurück. Ich habe mich nur
erinnert. Etwas
Reichsbahnblues.
[09:35]
"Das Bibelcamp war ein Heidenspaß." -
"Politik. Vorwärts nimmer, abwärts immer."
"Ich bin von zuhause weggelaufen, als ich 35 war."
(Kiezschreiber)
[09:10]
"Wer einen Text in einer Übersetzung liest, gleicht einem Mann, der,
mit einer schönen Frau verabredet, ihre häßliche Schwester trifft."
(Liedsänger)
[08:05]
Bei Vanessa Giese "Das Wetter von gestern" entdeckt,
also den Link zur Seite. Und bei
Leipzig
nachgeguckt
(Bild).
Am beeindruckendsten sind die Wüstentage mit Temperaturen jenseite der 35°C.
Bis 1990 jährlich 7; ab 1996 bis 2025 jährlich 36. Das ist mir nicht entgangen.
[06:25]
Moin!:
Freier Tag 6/6. Tage ohne Alkohol: 3901. //
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Querbeet /
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Mittwoch, 19. August 2026
[16:55]
Der Zeitpunkt rückt näher, daß der Arzt etwas von neuem Knie erwähnen wird.
Im Januar 2025 sagte ein MRT: rechtes Knie im Arsch, aber OP, nö.
Späta. WENN es kommt, dann
nach Bad Düben
ins Waldkrankenhaus, wo mit robotergestützen OPs Endoprothesen eingesetzt werden.
"Dreidimensionale Darstellung des Knies während der Operation" klingt gut.
"Millimetergenaue Positionierung des künstlichen Gelenks" dito.
Wenn's schief geht, können sie mich in der
Dübener Heide
gleich verbuddeln.
[16:40]
Der Beweis
mutmaßt, daß die KI ins Internet guckt und dort
"... liest, dass er [der Mensch, AdV] mit CO2 den
Planeten zerstört, Bienenvölker ausrottet, sich in Kriege stürzt,
Pandemien erschafft, Tiere versklavt, Verpackungsmüll produziert
und überhaupt ein ziemlich schlimmer Finger ist. Frauenunterdrückung,
Abtreibungen, häusliche Gewalt - Menschen betreiben ein planetares
Gruselkabinett." Ich wage eine positive Prognose:
"Falls KI eine Singularität erreichen wird, dann sind wir als
Menschheit safe, weil keine Bedrohung mehr für sie, zu doof,
um die Probleme in den Griff zu bekommen, unsere Welt zu
erhalten. Dann sind wir in ihren Augen Einzeller, bei dessen
wildem Rumamöben sie die Schulter zuckt und sich interessanteren
Aufgaben zuwendet."
[16:24]
"Enttäuschungen muß man zur Energiequelle machen, um weiter zu denken." (Helmut Lethen)
[12:07]
Wenn es bei Plagiatsvorwürfen heißt, dieser Doktor oder jener
Professor habe bei einem anderen abgeschrieben, klingt das
irgendwie despektierlich. In PISA-Zeiten, wo es phänomenal
lobenswert ist, wenn ein Kind den Füller richtig herum halten
kann, ist abSCHREIBEN doch eine Aufwertung, oder?
[08:37]
"Gestern gab es einen Stau, in dem manche Familien ihren
Grill aufgebaut haben. Wenn du das siehst, darfst du
getrost alle Hoffnung fahren lassen."
(Kiezschreiber)
[08:43]
Frank Beard. Ausgetrommelt. Schade. RIP. ZZ-TOP Two.
[09:13]
Eine reizvolle Aufgabe fände ich es, wenn ein Wissenschaftler
den Idiolekt von Bloggern bzw. den Soziolekt der Blogosphäre
untersuchte. Gibt's vielleicht bereits. Wenn ich bei der
Kaltmamsell "Lerchenschwimmpläne" lese, wissen wir Abonnenten,
was sie meint. Viele Blogger entwickeln nach und nach eigene
Formen, inhaltlich, sprachlich, mit Eigenheiten,
Wortneuschöpfungen bzw. kreativ-alternativer Nutzung.
Um bei der Münchener Bloggerin zu bleiben: Sie nennt ihren
Partner konsequent Herr Kaltmamsell. Das ist ein Ideolekt,
denn Frau Novemerberregen (überhaupt ist das auch schon ein
Spezifikum, mit dem Blogger sich erwähnen - Herr/Frau X.) -
benennt ihre Familie konsequent Herr N, Papa N,, Kind N.;
sehr viele Blogger halten es so. Beides vermischt sich,
so daß ich vom Blogolekt sprechen möchte, wenn ich künftig
darauf Bezug nehme. Der
Kiezschreiber
führt Bonetti vor, der
schizophrenist
hat einen sehr filigranen ausgeprägten Blogolekt selbst für
seine Persönlichkeitsanteile. Seine Eltern sind "Goadfather"
und "Um2". Was bei Herrn Buddenbohm das Linkwerk ist, ist
beim Betonflüsterer die Linkschleuderei, bei Herrn Buggisch
"Neulich im Web", bei mir die
Sammelsurien
und in den Nachdenkenseiten die
Hinweise des Tages.
Blogger übernehmen Marotten und verbreiten sie. Statt
Schwimmen heißt es Schwumm, statt schrieb schrob. Um
Gemeinsamkeiten auszudrücken, schreiben einige von Freundes-
oder Interessenkreis XYZ, was ich sehr charmant und jedesmal
witzig finde. - Selbst ritualisiere und zelebriere ich
zunehmend Eigenheiten. Der "Tageshattrick" beispielsweise
oder meine Umdeutung des "Einsammelns" für all das, was
ich mache, so daß das Einsammelbuch als Überbegriff für
das Auffinden UND Archivieren UND Bearbeiten UND Präsentieren
meiner Fundstücke steht. Ich werde die Marotten und Einfälle
in meiner
Blogroll
schärfstens beobachten und
sammle bereits.
Was ich damit etwas subtil ausdrücken will:
Manchmal nervt der Blogolekt auf Dauer ein bißchen. Der
Videoblogger Toni Mahoni verabschiedete sich damals mit
dem Ritual bzw. Ideolekt "Rinjehau'n!". Rinjehau'n! Für
eine "geruhsame Nacht", wie Ulrich Wickert sich ausdrückte,
isses noch zu früh.
[08:00]
"Golf ist Trumps Obsession. Als Sport und in der Geographie."
(Kiezschreiber)
[07:50]
"Die Vorstellung, inmitten startnummernbehängter schwitzender Leiber durch Altstadt, alten Eisenbahntunnel und Vorstadt zu rennen, ruft in mir Gefühle wach, die sich meiner bemächtigten, wenn ich eingeladen wurde, die Männersauna der Betriebssportgemeinschaft Stahl Hennigsdorf zu besuchen."
(Liedersänger)
[07:20]
Moin!:
Freier Tag 5/6. Tage ohne Alkohol: 3900. //
Logbuch /
Querbeet /
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Dienstag, 18. August 2026
[20:34]
Im Lauf der Jahre kommen zu einem Thema ähnliche Bilder zusammen, die
ich, ordnungsliebend, wie ich nunmal bin, gerne zusammen lasse. So
entstehen auch bei Fotos Serien. Am längsten währen die
Fensterblicke.
Und bisweilen sehe ich am Himmel über Sellerhausen
Ballons,
ein schöner Anblick. Weniger schön ist die
Mülldylle,
abgelegter Sperrmüll von Menschen, denen der Weg zu einem
Wertstoffhof zu weit ist.
[17:06]
Im Friedenspark Picknick mit der Aktivgruppe. Da drei inaktiv
waren, saßen wir zu viert auf Decken, schnabulierten Baguette
mit leckerstem Frischkäse, Bonbel, frischgebackenem
Zucchinikuchen, Kekse, Saft. Der Himmel über uns: 'Ich könnte,
wenn ich wollte, aber ich tu's nicht." Es blieb trocken.
Um uns in angenehmer Entfernung Hunde, die den Auslauf
sichtlich genossen. Wir plauderten, lachten, zückten Quizkarten,
klugschissen um die Wette. Der Buschfunk funktionierte offenbar
in der Insektenwelt. Minütlich mehr Wespen. Ich:
"Die benachrichtigen sich per WespApp.". Knaller, oder?
[#]
Im Gespräch kam die Frage auf, ob man den Personalausweis
mit sich führen müsse. Allgemeiner Tenor: doch, schon. NEIN, der
Lappen kann zuhause bleiben. Noch nicht einmal der Nichtbesitz
ist strafbar, lediglich eine
Ordnungswidrigkeit.
Wenn man einen Reisepaß besitzt, braucht man keinen PA. So
handhabte ich es über 30 Jahre lang. Weil ich 1990 vermeiden
wollte, daß meinem Ausweis ein Tort angetan wird - Er wurde
IIRC mit rabiater Methode ungültig gemacht - beantragte ich
keinen und behielt ihn im originalen und intakten Zustand,
begnügte mich mit einem Reisepaß, was legal war.
[14:18]
"Eine Sternschnuppe gesehen, das Falsche gewünscht." - "Den Sternschnuppen zugesehen, bis jeder eine hatte."
(Hotel Mama)
[06:24]
Freier Tag 4/6. Tage ohne Alkohol: 3899 = 557 Wochen. //
Logbuch /
Querbeet.
Montag, 17. August 2026
[12:07]
Wenn ich morgens bei heraufziehender
Sonne an den Rechner gehe und draußen Ruhe herrscht, erscheint die
Welt und das eigene Leben in Ordnung. Die Hoffnung ist nicht lädiert.
Ich kann es schaffen, wir können es schaffen. Diesen flüchtigen
Zustand genießen, ohne Hintergedanken. Zurücklehnen, an den,
so weit möglich,
Horizont gucken, Stille, bevor die Welt losplappert und
der Tag seinen verhängnisvollen Lauf nimmt.
[07:18]
Aufgeschnappt: Eine Sonnenfinsternis als "kosmisches Schattenspiel".
[#]
Rein aus Jux und Dollerei die niegelnagelneue Rubrik
"Selten vernommen",
in der ich Wörter und Wendungen aufliste, welche ICH
lange nicht hörte und an denen ich mich erfreue: Donnerlittchen,
Potzblitz.
[#]
Der nächste Sturm auf die Bastille wird auf ein Rechenzentrum sein.
[#]
"Sie wurden als Mensch erkannt." Giesbert:
Na, immerhin.
[#]
Der letzte Universalgelehrte soll der Jesuit
Athanasius Kircher
gewesen sein,
sagt
Radio Wissen.
[#]
Beachtlich viele
Riesenstatuen
stehen in Polen und in Asien. Eine
privat finanzierte Marienstatue
wurde vorgestern eingeweiht. Die höchste Statue der Welt steht
in Indien
(240 m mit Sockel).
[#]
81% der spanischen und 71% der französischen Haushalte hängen am Glasfasernetz.
Deutschland... 12%
(Droht der digitale Blackout)
[06:55]
Über eine australische Politikerin: "20 Jahre später, gleiche Formulierung, anderes Feindbild." (DLF)
[06:49]
Moin!:
Freier Tag 3/6. Tage ohne Alkohol: 3898. //
Logbuch /
Querbeet.
Sonntag, 16. August 2026
[11:00]
"Menschen mit profunder technischer Ahnung denken inzwischen
laut darüber nach, ob man die riesigen Rechenzentren, die
aktuell ohne Rücksicht aus dem Boden gestampft werden,
wirklich für unsere Frage nötig sind, was man aus den Resten
im Kühlschrank kochen kann - oder ob sie nicht doch vielmehr
Teil einer riesigen Überwachungs-Maschinerie sind."
HMBL-Blog
[18:45]
"Die Mutter der Dummen ist immer schwanger." (bei Käsedurst)
[18:22]
Ich bin so alt, wir haben uns damals im Internet geduzt und nur gesiezt, wenn man absichtlich ironische Distanz zeigen wollte.
[10:08]
Stefan Rose erinnert sich in
The Spectrum Years
an seinen ersten Computer. Ich bin erst dort eingestiegen,
wo der nach längerer Pause,
wieder andockte:
mit einem 386er. Ich schrieb eben einen Kommentar bei ihm:
"Ich stieg wie du mit einem 386er (DX40) ein. 1992 bei Vobis
geholt mit Monitor für 2900.- DM. Riesen DOS-Handbuch. Ich
war nie der Gamer. Ich schrieb mit Word 5.0 alles, was meine
damalige Ausbildung zum Krankenpfleger hergab. Später dann
AmiPro. Das Gefummel mit den Treibern zerrüttete meine Nerven.
Aber es machte Spaß. Der PC hatte noch ein Laufwerk für
5¼-Floppys. Mein Kumpel war neidisch, weil ich bereits eine
Festplatte mit 105 MB drin hatte. Dafür versorgte er mich
jahrelang mit Software. Da er grafisch arbeitete, freute
ich mich über QuarkXPress. Der nächste PC war ein 486 DX100
von Escom, zwei Jahre später Pentium, selbst zusammengestellt,
was ich heute nicht mehr kann. September 1995 14,4er Modem
und ab als Point einer Mailbox ins Usenet, Juli 1996 eigene
Webseite, die auch jetzt noch, 30 Jahre später, auf
rudimentärstem HTML und etwas CSS basiert. Ich bin technisch
dann stehengeblieben, die Kaufzyklen wurde länger und mein
PC-Opi läuft seit 11 Jahren. ein gekaufter AMD Ryzen 5 soll
ihn ablösen. Er steht unausgepackt neben mir, habe aber keine
Zeit. Wenn ich bedenke, der erste PC (noch ein Desktop) für
2900.- DM, der letzte vor 11 Jahren für 390.- Euro und der
Mini-PC im August 2026 für 500.- Ocken, dessen Wert man
verdoppeln könnte, wenn man nur eine RAM-Bank mehr kaufen
würde. Ein Freund hatte damals einen 286er Laptop, und er
gab ihn nicht auf, selbst als ich schon bei Pentium war.
Doch der Norton Commander schnurrte selbst auf dem 286er
anstandslos. Gewissermaßen lebte ich meine Spielfreude nicht
mit Games aus, sondern wartete auf jede neue Shareware-CD,
die an irgendeiner Zeitschrift klebte."
[06:21]
Die "meisten Menschen (...) werden nämlich so aussehen, wie man eben
aussieht, wenn es einem schon wieder alles nennenswert zu anstrengend
war. Wenn es also etwa zu heiß war, zu schwül, zu sauerstoffarm, zu
fordernd. Die Kleidung zu klebrig am Körper, die Luft zu stickig und
staubig. Die S-Bahn zu Sauna, die U-Bahn zu Backofen, die Sonnenseite
der Mönckebergstraße viel zu sehr Madrid. Man sieht es den Menschen
bereits auf den ersten Blick an, wie sehr die Hitze sie fordert, und
man sieht auch, was sie fordert: Lebendigkeit, Munterkeit, Frische,
Kraft. Eleganz auch.
(Buddenbohm)
[06:16]
"Unterwegs begegneten mir auffallend viele Läufer*innen mit der Hautfarbe, die ich vor allem an den Nackerten auf den Isarbänken kenne, Tönung überwürztes Branthendl. Habe ich die Hautkrebs-Olympiade verpassst?"
(Kaltmamsell)
[05:25]
"... habe ich Doc Holiday aufgesucht, der mir wieder in seiner unendlichen Großzügigkeit zwei Wochen Leerlauf spendiert hat, mit der Option auf Verlängerung, wenn die manische Phase bis dahin noch nicht abgeklungen ist. Das ist der Vorteil, wenn Sie anerkannt diagnostizierter Kloppi sind, dann gehen Sie mit einer Phase in die Praxis und mit einer großzügigen Krankschreibung raus. Und jeder denkt draußen, dass Sie was anderes haben. Regelschmerzen. Hautkrebs. Augenaids. Oder Darmverschluss."
(Betonflüsterer)
[15:11]
Freier Tag 2/6. Tage ohne Alkohol: 3897 = 128 Monate. //
Logbuch /
Querbeet.
Samstag, 15. August 2026
[18:47]
Mir träumte, ich war auf einem Treffen mit Freunden und wurde
dazu verdonnert, das Taxi zu zahlen. Es würde maximal 50 Euro
kosten, sagten sie. Wir absolvierten die Fahrt, stiegen aus
und der Fahrer verlangte mit hämischem Grinsen 87.- Euro.
Klar, daß er mich beschiß, aber ich hatte keine Möglichkeit,
das nachzuweisen, und die Freunde warteten, daß ich bezahlze,
damit wir losgehen konnten. Zugzwang und Ärger über die
ausgegebenen 100.- Euro; denn ich hatte dem unverschämten
Fahrer aus Reaktanz einen 100-Euro-Schein hingeknallt.
[#]
Nach wilden Alpträumen aufgewacht.
Es war ein Kaskadentraum, der mir immer wieder
vorgaukelte, jetzt aufgewacht zu sein, sich die
vermeintliche Realität doch wieder als anhaltende
Dystopie entpuppte. Perfide war, daß ich in meinem
Bett so aufwachte, wie ich es wirklich tue mit
demselben Raumblick.
[18:47]
Neuropolitik
untersucht, wie unser evolutionsbedingt archaisches Gehirn
gesellschaftlich und politisch so viele Idioten hervorbringt.
[#]
Retro-Comedy aus den 90ern: Das Dieter-Seminar
[#]
Es gibt Incels, die verbitterten und radikalen, sich vernachlässigt glaubenden
und gebenden Männer. Und es gibt
Femcels,
die weit weniger fremd-, als vielmehr autodestruktiv agieren.
[#]
Herr Buddenbohm
plädiert
für eine große Umkehr. Den Sommer zur Einkehr, zur Reflektion, zur
Pause, den Winter, Weihnachten zur Aktionzeit umdrehen.
Auf daß Reisebüros und gewisse Heißgetränke glühen.
[#]
Zu wenig Ladestationen: Viele E-Book-Leser
steigen
wieder auf Verbrennerbücher um.
[#]
"Gebeine in der Donau" -
"Gebeine" habe ich ewig nicht mehr gelesen. Das ist so lange
her, da muß noch Fleisch drangehangen haben.
[#]
Porträt des Arbeiters Hans Schmitz (1973).
Ein Zeitdokument, mit dem sogar wir Ossis etwas anfangen können.
Sprachduktus, Mode, Verhaltensweisen usw - all das kenne ich.
Das ist tatsächlich sehr lange her. Opa erzählt von seiner
Kindheit in den 70ern...
[18:39]
"Politiker und Windel müssen öfter gewechselt werden, aus demselben Grund." (Mark Twain)
[18:37]
"Democracy is a pathetic belief in the collective wisdom of individual ignorance." (H. L. Mencken)
[17:13]
Als ich wegen der Sperrung des Zentralgleises am HBF ihn einmal queren
mußte, um von der West- auf die Ostseite zu gelangen, sah ich die
Obachlosen liegen in ihren Decken, denn es ist Sommer und Schlafsäcke
ein wenig overdressed. Der Sicherheitsdienst näherte sich einer jungen
Frau mit den Worten: "Findest du nicht, daß es langsam Zeit wird,
deine Sachen zusammenzupacken?" Offensichtlich werden die Wohnungslosen
frühmorgens erst einmal weggescheucht. Abends, wenn ich vorm Dienst
zu ALDI am Eingang Westseite bin, sind sie jedenfalls alle da,
ungestört. Es ist eine so eigene Welt, ein so tragischer Fakt,
ein solches Dasein, von außen betrachtet. Den Mut gefunden, in
Kontakt zu kommen, habe ich nicht.
[15:11]
Freier Tag 1/6. Tage ohne Alkohol: 3896. //
Logbuch /
Querbeet.
Freitag, 14. August 2026
[15:11]
Vor Nachtdienst 3/3. Tage ohne Alkohol: 3895. //
Logbuch /
Querbeet.
Donnerstag, 13. August 2026
[15:27]
Vor Nachtdienst 2/3. Tage ohne Alkohol: 3894. //
Logbuch /
Querbeet.
Mittwoch, 12. August 2026
[17:29]
Für 23.000.- Euro hätte ich mich auch 100 Tage
wegsperren lassen.
Bei meinem Hikikkomoridasein würde ich da locker durchkommen.
Obwohl... 1 Stunde Sport täglich wäre wohl ein ernsthafter Grund,
der Studie nicht zur Verfügung zu stehen. Daß es keine Zanke gegeben habe,
glaube ich der Crew von
Solis 100
aber nicht.
[16:42]
Es gibt Geheimnisse in meinem Leben, da kommt ihr nie drauf.
Ab 13. November wird es im Industriemuseum Chemnitz die
Austellung
"MITROPA - Zwischen Bahnsteig und Besteck"
geben. Da explizit darum gebeten wird,
Informationen oder Devotionalien einzubringen, schrieb ich ihnen:
"Ich bekam heute mit, daß Sie eine Austellung zur Mitropa planen.
1982 begann ich eine Kochlehre am Leipziger HBF und arbeitete
bis 1986 auf dem Bayrischen Bahnhof als Mitropa-Koch.
Falls Sie Interesse haben, etwas wissen wollen, z.B. wie wir
gegen die Ratten kämpften, stehe ich zur Verfügung. Seid bereit, immer bereit!"
[14:49]
Word of the Day (German): "tja". - a German reaction to the apocalypse, Dawn of the Gods, nuclear war, an alien attack oder no bread in the house.
[14:44]
Mich beschleicht das Gefühl, daß es schon recht voll ist an dem Ort, wo der Pfeffer wächst.
[09:27]
Meine Sonnenfinsternis beginnt ja heute 21.30 Uhr und heißt 1. Nachtdienst von 3.
[08:22]
"Was gehen mir diese Dynamic Ads in Podcasts auf den Zeiger.
Da kommen in mir The-Ring-Vibes auf. Man hat das Gefühl,
gleich kriecht eine sehr bösartige Frau aus dem Kopfhörer,
um deine Windschutzscheibe zu reparieren oder dir mitzuteilen,
dass ihr Müsli lecker schmeckt."
(Blogsequenz)
[06:06]
Vor Nachtdienst 1/3. Tage ohne Alkohol: 3893. //
Logbuch /
Querbeet.
Dienstag, 11. August 2026
[18:39]
Andreas Rebers lästert über die GenZ. Er kann's.
[#]
Tolles Feature bei Bluesky: Bei Thread werden die Postings durchnummeriert.
[#]
Entweder wußte ich es mal und vergaß oder es begegnet mir nach einem fast beendeten Berufsleben for the first time:
Rote-Hand-Brief.
[via Kieselblog] -
Garantiert NEU ist der Begriff
Femcel!
[#]
Daß der Mond jetzt schon mit
Technikschrott
aus der Raumfahrt vollgemüllt ist!
[#]
Wortperlen: Generalfrustrierte (taz)
[#]
Der Experte des Tages via
Kieselblog
[#]
SO essenziell: Frau Klugscheißer mit einem
Plädoyer
für die kommunikative Zuwendung, "das Miteinander wollen"
[#]
mequito
baut sich
eine KI-gestützte persönliche Wissensdatenbank.
Und ich sofort: hechelhechel, habenwill.
[#]
An ein
Fahrrad-Posting
pappe ich mal zwei längerformatige Hörbeiträge:
Fahrrad als Kult
(Radio Wissen) sowie die Lange Nacht des
Radfahrens.
[18:34]
Christian Fischer hat niederschmetternde Wochen hinter sich mit allerdings glasklarem Fazit:
"Im Krankenhaus überleben die länger und besser, wo die
Angehörigen dicht dran am Arzt sind." (HBML-Blog) -
Ich schrieb bei ihm:
"Ich kann das alles nur bekräftigen. Als Pfleger mit 37 Berufsjahren auf dem Buckel, Onkologie, Geriatrie usw, kann ich nur zuraten: uns auf den Sack gehen, nicht locker und sich nicht abwimmeln lassen. Und: Patientenverfügung, yes!
Außerdem sieht jeder Fachbereich nur bis zu seinem Tellerrand."
[18:30]
Lange genug habe ich mich
geziert.
Um 8.50 Uhr heute Morgen bestellte ich endlich einen Computer,
nachdem es letztens schief ging, als ich bei CSL für EUR 570.- einen
Tower bestellte, der aber ins Ladengeschäft in Schleswig-Holstein
geliefert wurde und jeder Versuch, an Bots vorbeizukommen, um den
Fauxpas zu klären, scheiterte. Die versprochene, aber, wenn ich
mich hätte erklären dürfen, nicht zwingend nötige Rückzahlung
klappte. Erstmals
kaufe ich
einen Mini-PC und bin leidlich aufgeregt. Um mögliche logistische
Verknotungen zu vermeiden, entschied ich mich, nicht nochmal bei
CSL zu bestellen. Anlaß dieses Notats ist der Umstand, daß
bezüglich meiner morgenlichen Bestellung sage und schreibe
9 E-Mails eingetroffen sind. Erfassung, verschiedene Bestätigungsstufen,
Zahlungsabwicklung per Amazon, Infomail (Wir arbeiten dran),
versandfertig, an DHL abgegeben, Sendung unterwegs. Wahnsinn.
9-Mails für ein kleines PCchen. Welche CO2-Bilanz ist das?
[#]
Mein Rechner-Opi spürt, daß seine Zeit gekommen ist und schnurrt
wie ein liebes, aber altersschwaches Kätzchen, als könnte er kein
Wässerchen trüben und würde mich, wenn er könnte, mit treudoofem
Blick angucken und um Gnadenfrist bitten. Doch der
Mini-PC
ist auf dem Weg nach Leipzig. ChatGPT hatte mir für ihn grünes Licht
gegeben. Ich zocke nicht, schneide keine Filme und bastele nicht
an der Hardware herum. Was ich brauche, ist ein PC, der ein paar
Jahre läuft und mich ins Internet läßt, um Dinge
einzusammeln.
[#]
Siesta, die durch den DHL-Boten abgekürzt wurde, der meinen
Mini-PC anschleppte. SENSATIONELL. Von der Bestellung am Dienstag
um 8.50 Uhr vergingen gerade mal 28 Stunden bis zur Entgegennahme.
Normale Lieferung, nix Express. So phänomenal gut klappte noch
keine Bestellung per Internet. Das Paket ist ungeöffnet wegen
Nerven. Einen PC einrichten bedarf viel freier und zusammenhängender
Zeit, welche ich erst ab Montag haben werde.
[16:06]
Retröt:
Warum heißt es Cannabis auf Rezept und nicht Kassenbong.
[09:17]
Bei Frau Anje kam in den
Kommentaren
anläßlich des Sonntagshoppings das Thema Wochenarbeitszeit und freie
Tage auf. Ich schrieb: "Damit lebe ich immer schon. Als ich noch
Koch war in der frühen Jugend als Lehrling und Geselle, hottete
die Hood am Wochenende ab, während ich um 5 Uhr aufstand zum
Frühdienst. Und wenn ich dann in der Woche frei hatte, waren alle
anderen am Pulxen. Und als Pfleger bin ich allseits=allzeit bereit.
Der Dienstplan für einen Monat wird am 15. des Vormonats veröffentlicht,
so daß ich nur SEHR bedingt vorplanen und gegenüber Freunden/Bekannten
Aussagen machen kann, ob ich zu diesem und jenen Event Zeit hätte.
Die Menschen schleichen sich, wenn sie mich einbeziehen wollen,
mit Samtpfoten an und erwarten im Prinzip ein "Nee, habbich Dienst".
Durch eine grundsätzliche sonntägliche Ladenöffnungszeit ginge der
Trend klarerweise in diese Richtung." Gestern hatte ich auf
christliche Sondergruppen hingewiesen: "Es gab und gibt Christen,
die den Sabbat heilig(t)en. Zusammen heißen
sie Sabbatianer
Auf diese kam ich erst kürzlich durch die
Dönme.
Die Sieben-Tags-Adventisten machen das heute noch so, oder?
Ich erinnere mich, daß in meinem ersten Jahr als Pflegehelfer
im Kreiskrankenhaus Mittweida ein solcher Patient bei uns auf der
Inneren lag, der den kuriosen Wunsch nach vegetarischem Essen
äußerte und sich als Sieben-Tags-Adventist zu erkennen gab. Das
war damals zum Ende der DDR ein spektakuläres Ansinnen. Vegetarier,
um Himmels willen!!
[07:11]
Freier Tag 5/5. Tage ohne Alkohol: 3892. //
Logbuch /
Querbeet.
Montag, 10. August 2026
[20:10]
"Die gesellschaftliche Tendenz geht momentan ja von Genosse zu Kamerad." (DLR-Interview)
[20:03]
Zwei eigene Sprüche, die NIX miteinander zu tun haben, sich aber einen Link teilen müssen, die Armen:
Für Halb- bis Dreiviertelglatzenträger wie mich fand ich eine gefällige Erklärung: zur besseren Prozessorkühlung. /
Tut mir sehr leid, aber ich kann "Ägypten" nur wie im Otto-Sketch aussprechen.
[20:01]
DLF-Presseschau: "BILD-Zeitung, das Zentralorgan für Migrationshysterie"
[19:58]
"Atomwaffen sind kein notwendiges, sondern ein absolutes
Übel. Die Menschheit und Atomwaffen können niemals
nebeneinander existieren." (Bürgermeister von Nagasaki
am 9. August 2026)
[16:33]
"... technisch und optisch frühes Ikea."
(Frau Anje)
[16:26]
"Ansonsten war es wieder sehr beglückend, und das ist wörtlich
zu verstehen, wie bei jeder Wanderung: Sobald ich die Stadt
verlassen habe und den Wald betrete, mich dessen Grün umfängt,
sich der Verkehrslärm auf ein fernes Hintergrundrauschen
reduziert, ehe er ganz verstummt und vornehmliches Geräusch
der Gesang der Vögel ist, tritt ein tiefes Glücksgefühl ein.
Dabei kann ich meinen Gedanken nachgehen, auch solchen, die
hier nicht zu lesen sind, ein Liedchen summen und das eine
oder andere Selbstgespräch führen. Herrlich."
(Alltägliches & Ausgedachtes)
[16:24]
"Am Troisdorfer Friedhof lag Laubbläserlärm in der Luft, der geeignet war, die Totenruhe zu stören."
(Alltägliches & Ausgedachtes)
[15:55]
"Es ist eine Illusion zu denken, man wäre jemals fertig mit der
Trauer. Sie kommt in Wellen und verliert zum Glück irgendwann die
scharfen Kanten." Mehr bei Frau Fragmente.
[15:24]
"Viel gibt es nicht zu erzählen, was den alten Russen und mich betrifft.
(...)
Wir machten nix miteinander. Die Sprachbarriere.
Deswegen führten wir auch keinen Currentzis / Netrebko-Gespräche.
Der Isolierte war eigentlich ich.
Ich bin der, der nur ganz selten Besuch hat.
Zwar hört man auch mich sprechen. Aber das ist reiner Abwehrkampf gegen das Alleinige."
(schizophrenist)
[15:22]
"Es ist einem langsam alternden Körper in vielfacher Form anzusehen, wenn auch die Psyche aus dem Takt geraten ist."
(Jahrgang 1953)
[05:05]
Freier Tag 4/5. Tage ohne Alkohol: 3891. //
Logbuch /
Querbeet.
Sonntag, 9. August 2026
[10:35]
Quasi einen
Blick in den Keller
des Völkerschlachtdenkmals kann der Besucher nun überhaupt zum ersten
Mal werfen. Der Begriff
"Subkonstruktion"
war mir nicht geläufig. Mein - Leser des ISB verleiern an dieser Stelle
die Augen - geliebtes
Karambolage-Magazin
widmet dem Leipziger Klotz
ganze vier Minuten
in despektierlicher, aber lustiger Weise. Der neue Gang im Sockel
ist frei zugänglich, normales Ticket genügt.
[09:00]
Der Betonflüsterer beschreibt in
Keine Angst
seine Störgefühle bezüglich des
umstrittenen, gleichnamigen Liedes
von Danger Dan.
"Salon. Streicher. Klavier. Leidensmiene. Super Technik. Gut ausgeleuchtet. Dann Streisand. Wohlfeile Empörung. Einladungen. Stellungnahmen. Die Orgeln gedreht. Die Sirenen geölt. Die komplette Kulturbubble mal wieder außer sich. Kostet nix. Kann man machen. Einfach überdreht das nächste Dritte Reich an die Wand malen, sich selbst als Weiße Rose inszenieren, breitenwirksam rumopfern und dann abräumen."
[05:55]
Freier Tag 3/5. Tage ohne Alkohol: 3890. //
Logbuch /
Querbeet.
Samstag, 8. August 2026
[19:13]
Sehr fahrig heute, kann kaum bei einer Sache bleiben, beginne
etwas zu gucken, zu lesen oder zu hören, dann fällt mir ein,
klick mal diesen Link, zack, ploppt eine Doku über Rainald
Grebe
(Der Tod im Leben)
auf und ich pausiere den
Podcast
über Jesus von Nazareth, um weiter dran zu bleiben bei den
100 Folgen zur europäischen Geschichte bei
"Eine Stunde History".
Grebe gewinnt gegen Jesus, wer hätte das gedacht. Daß er
so krank
ist, ging total an mir vorbei. Was er an gesundheitlichen
Einschränkungen schildert, klingt nach Symptomen, die ME/CFS-
Patienten haben: energetische und kognitive Schwächen.
Ich stelle mir vor, Rainald hornalt. Das wär's. Der
berührende Film
kulminiert im Konzert auf der Waldbühne.
[17:04]
Beim
Liedersänger
kommentiert: "Ich neige mit meinen 60 Jahren und einer immensen psychosomatischen
Bürde gerne zum Jammern. Sobald ich jemanden sehe, der im Rollstuhl
sitzt, mit Führhund unterwegs ist, oder all die Patienten auf
unserer Station mit Dialysekatheter, wenn ich all die mit der
Schicksalskeule Getroffenen sehe, gehts mir instantan wieder besser."
[14:33]
Ich habe einen Ordner mit Cartoons, die ich nicht kapiere.
ChatGPT erklärt sich großspurig bereit, mir beim Analysieren zu helfen.
So lud ich einen Cartoon hoch, die LLM rödelte und erklärte,
betonte aber mehrmals, daß sie sich nicht sicher sei, des Pudels
Kerne getroffen zu haben. Offensichtlich weiß die KI selbst,
daß sie (noch) Probleme mit Humor hat. ChatGPT wischte sich den
Schweiß von der Platine und forderte mehr Bilder. Einen
zweiten Cartoon
darf ich jedoch erst in 23:55 Stunden hochladen.
Daran könne die geplagte KI nichts ändern, gab mir aber
konspirativ zu verstehen, daß ich Bilder irgendwo hochladen
und ihr dann den Link geben solle. So gemacht und wieder
eiert
die LLM ziemlich herum und beteuert mehrmals in vielen
Worten, daß sie das so sehe, aber irgendwie unsicher sei
und es sich auch ganz anders verhalten könne. Als ich die
Erklärung, es handele sich um einen rein auf Golf bezogenen
Cartoon, hinterherschickte, schleimte die LLM:
"Ah, das ist eine viel plausiblere Spur. Und meine vorige
Erklärung war dann tatsächlich daneben. Danke, dass du
die Erklärung mitgebracht hast."
[07:26]
Freier Tag 2/5. Tage ohne Alkohol: 3889. //
Logbuch /
Querbeet.
Freitag, 7. August 2026
[19:15]
Einsteiger
in ein wahrhaftiges Leben. Das
einfache Leben
sei der Luxus. Allzu gerne würde ich wissen, ob
Friedmunt Sonnemann.
sein realer Name ist. Seine beiden Kinder sind erwachsen. Es fällt
angenehm auf, wie er spricht. Bedachtsam und kein unwichtiges Wort. Seine
Königsfarm
liegt in einem Seitental der Mosel. Ohne Strom und Wasser aus
einer Quelle, züchtet er alte Samen und Pflanzen. Klar sei
sein Leben anstrengend. Aber bei allem, was er zut, weil er
es als ihm bestimmt ansieht, besitze er die Kraft dazu. Ein
Waldschrat,
aber mit Wohlwollen und Bewunderung gemeint. Der
Aussteiger,
der einsteigt in ein Leben, wie es für ihn gedacht ist.
[17:03]
Dönme
sind eine Religionsgemeinschaft, die im 17. Jahrhundert
durch den Kabbalisten
Schabbtai Zvi
entstanden
war. Juden konvertierten im damaligen osmanischen Reich
zum Islam, lebten aber insgeheim als Juden weiter (Kryptojuden). So
vermischte sich die Religion zu einem eigenen Kult. Beispielsweise
wurden die aufgetüftelten Speieevorschriften aufgegeben. Die
Dönme übten großen gesellschaftlichen und politschen
Einfluß
aus, Sie untersützten die Jungtürken. Im Deutschlandfunk wurde
mir diese Gruppierung
bekannt gemacht.
[15:00]
Aufgeschnappt: Jedes Problem ist lösbar, sofern jemand damit reich werden kann.
[15:13]
Ich mag putzige, originelle, seltene Namen. Ebenso Korrelationen
zwischen Namen und Aspekten wie Beruf oder Örtlichkeiten.
Seit geraumer Zeit sammle ich sie
per Screenshot
ein. Deswegen heißt die Serie mit den "bloß" skurrilen Namen ziemlich
unoriginell
"Originelle Namen".
und die mit Bezügen
"Nomen est Omen",
jeweils als Mastodon-Thread. Darüber hinaus ein Special zu
Patientennamen,
eines zu Tom Macht.
Alle weiteren, von denen ich keinen Screenshot erwisch(t)e, sind
in einen
Namen-Pool
aufgehoben. Daniel in der Löwengrube.
[12:38]
Ich habe den heutigen Eintrag
in Querbeet als Tagebuchposting
extrahiert.
[#]
Bei der 16. Dresdner Schlössernacht im Juli 2026 sorgte der humanoide KI-Roboter "Ludwig II. von Robotollern" im königlichen Umhang
für Aufsehen.
[#]
Servicetröt für alle Sachsen im Exil, die Dialekt ein bißchen vermissen:
ein Melonenbauer. (MDR-Sachsenspiegel)
[#]
Bei
"Tom Macht. Planer für Architektur"
dreht mein Hirn durch. Ein Architekt, der plant, sehr originell. Macht Tom Pläne? Tom macht was? Was Macht Tom? Pläne!
[#]
Der
"Patient"
Krankenhaus landet womöglich auf der Intensivstation, wenn nicht gar auf der Palliativstation. (MDR-Sachsenspiegel)
[#]
Ich glotze seit Jahren aus dem Fenster und sammle diese Fensterblicke.
Die jüngsten sind vom
4.8.2026
und 3.8.2026
[#]
Apotheke in Gaza.
Hitze. "Wenn es die Menschen nicht aushalten, wie sollen es die Medikamente überstehen." Interessanter Blickwinkel.
[#]
Starker Tobak. Ein Rettungssanitäter, der seit 4 Jahren in der Ukraine Kindern hilft.
[#]
Rundstück warm -
Vorläufer des weltläufigen Hamburgers.
[#]
Proterogynie,
eine Form der Zweigeschlechtlichkeit (Zwittrigkeit), die bei
Avocados zu bestaunen ist.
"Morgens Frau, abends Mann."
[09:30]
Thomas Karl Neubauer war ein Autodidakt, der ohne Öffentlichkeit
30 Jahre lang
gemalt, geschrieben und gedichtet hat. Sein
Nachlaßverwalter
staunte nicht schlecht,
als er Neubauers Wohnung aufschloß und sich einem Oeuvre von unzählicgen
Romane, Gedichten, Gemälden und Installationen gegenüber sah.
Der ehemalige Diakon nutzte seinen Ruhestand dafür. Chapeau!
[06:00]
Moin!:
Freier Tag 1/5. Tage ohne Alkohol: 3888. //
Logbuch /
Querbeet.
Donnerstag, 6. August 2026
[09:56]
Vor Spätdienst 2/2. Tage ohne Alkohol: 3887. //
Logbuch /
Querbeet.
Mittwoch, 5. August 2026
[10:18]
Vor Spätdienst 1/2. Tage ohne Alkohol: 3886. //
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Querbeet.
Dienstag, 4. August 2026
[19:50]
In einer der größten Kliniken Deutschlands, der Uniklinik Freiburg, wirkt eine
Taskforce Hitze.
Deren Leiter beklagt im Interview den mangelhaften Änderungswillen der
entscheidenden Stellen. Laut
Arbeitsstättenverordnung
darf in Räumen mit über 35°C keiner mehr arbeiten.
Und ab 30°C ist der Arbeitgeber zu Maßnahmen verpflichtet.
Ventilatoren, Getränke, Zeiten reduzierten, lässigere Kleiderordnung.
[17:14]
Repost: Mein Fitnessstudio hieße "Max-Planck-Institut".
[09:15]
Da wir neben Rheuma- und Nierenpatienten auch
AGER-
Patienten versorgen, ist eine der häufigsten Einweisungsdiagnosen "Z.n. Sturz" - mit oder ohne Fraktur,
gerne der Schenkelhals. Sturzneigung bei Gebrechlichkeit rufen
rezidivierende Stürze
auch in der Häuslichkeit hervor. Wenn dann niemand vor Ort ist,
werden die Menschen manchmal tagelang nicht gefunden und entwickeln
ein Liegetrauma (Mangelernährung, Ausgekühlung, Blutergüsse, Verwirrtheit).
Wir päppeln sie möglichst wieder auf. Vorgestern auch wieder so
ein Prachtexemplar von Zuhause in deplorablem Zustand, versifft,
schmutzig, ungepflegt. Angehörige kämpfen sehr oft gegen die
Widerborstigkeit und Sturheit der Betagten, die Hilfe ablehnen,
den Pflegedienst nicht in die Wohnung lassen, die Option Pflegeheim
entrüstet und kategorisch von sich weisen. Wir putzen und wienern
die so Unterversorgten, bis sie nach wenigen Tagen propper und
wie aus dem Ei gepellt daliegen und, wenn sie dement und remobilisiert
sind, uns öfter zur Weißglut treiben, wenn wir Hasche spielen,
sie in jedes Zimmer laufen, Dinge verräumen, zweckentfremden,
Sachen von Mitpatienten anziehen, Urin- und Kotfährten auf Station
legen usw. usf. Wir sind das Drehkreuz von der (fragwürdigen)
Selbständigkeit eines Menschen zur Teil- oder Ganzpflege in
stationären Einrichtungen (REHA, Palliativstationen, betreutes
Wohnen, Kurzzeitpflege, Pflegeheimerstaufnahme). Es gibt viel
zu organisieren und die aufgeregten Zugehörigen einzubinden.
[05:55]
Freier Tag 2/2. Tage ohne Alkohol: 3885. //
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